Walder Theatertage 2018: Theaterwettbewerb startet im April

Walder Theatertage 2018 : Theaterwettbewerb startet im April

Die Walder Theatertage laden wieder Schulen zum Mitmachen ein. Der findet vom 23. bis 25. April in der Friedrich-Albert-Lange-Schule statt.

Als Schauspieler Jonas Dassler Ende Januar in München den Bayrischen Filmpreis für den besten männlichen Nachwuchsdarsteller verliehen bekam, war das für den 21-Jährigen nicht die erste Auszeichnung für sein schauspielerisches Talent. Der ehemalige Schüler des Remscheider Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums hatte 2012 schon als bester Schauspieler des Bergischen Theaterwettbewerbs auf der Bühne der Walder Theatertage gestanden.

"Eine tolle Karriere und eine großartige Bestätigung für unser Engagement, junge Menschen für das Theaterspiel zu begeistern", freut sich Martin Idelberger, Pressesprecher der Stadt-Sparkasse, die jedes Jahr den besten Schauspieler-Preis ausloben. Deshalb ist das Geldinstitut auch in diesem Jahr neben den Stadtwerken wieder als Hauptsponsor bei den Theatertagen dabei.

Die haben einen ihrer Höhepunkte in dem Theaterwettbewerb, der vom 23. bis 25. April in der Friedrich-Albert-Lange-Schule (FALS) stattfindet. Theater als Austausch, als Miteinander, als Möglichkeit, Empathie zu entwickeln - das schätzt auch Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Schwarberg an dem Wettbewerb. "Um in der digitalen Welt klarzukommen, braucht man Erfahrungen in der realen Welt."

Die können junge Nachwuchs-Schauspieler beim Wettbewerb der 21. Walder Theatertage wieder sammeln. In eine Rolle zu schlüpfen, sich selbst auszuprobieren, das sei das Entscheidende am Theaterwettbewerb, betont Dagmar Joseph von der Friedrich-Albert-Lange-Schule, die den Theaterwettbewerb organisiert. "Es ist toll zu sehen, dass Schüler sich immer mehr auch an komplexe Themen und komplizierte Rollen heranwagen", so ihre Beobachtung. Beim Wettbewerb im April können sie dann wieder um die Theaterpreise der Stadt, den Grundschulpreis sowie die Sonderpreise der Stadt-Sparkasse für den besten Schauspieler und der Stadtwerke für die originellste Solinger Inszenierung antreten. Im vergangenen Jahr waren es knapp 30 Gruppen aus Solingen, der Region, aber auch aus ganz Nordrhein-Westfalen, die beim Wettbewerb antraten.

Zudem wird es in diesem Jahr einen Sonderpreis des Integrationsrates der Stadt geben. Damit soll die beste Produktion zum Thema "Heimat ?" prämiert werden. Wie findet man eine neue Heimat? Was macht unsere Heimat aus? Zu diesem großen und aktuellen Komplex hofft die Jury auf interessante Inszenierungen. Die diesjährigen Theatertage starten im Übrigen schon in drei Wochen. Am Donnerstag, 22. März, kommt das Düsseldorfer Schauspielhaus mit seinem aktuellen Stück "Nathan (to go)" nach Solingen. "Wie im vergangenen Jahr der ,Faust (to go)' wird es wieder eine moderne Inszenierung in der Sporthalle an der Wittkuller Straße geben", gibt Rahel Passon von der FALS einen Vorgeschmack. Seit über zwei Jahren pflegt die Schule eine intensive Kooperation mit dem Schauspielhaus Düsseldorf. Karten für "Nathan (to go)" gibt es für acht Euro (ermäßigt fünf Euro) ab sofort in der Schule.

Für einen weiteren Höhepunkt der diesjährigen Theatertage ist der Vorverkauf ebenfalls bereits gestartet. Am 4. Mai wird der berühmte Jazz-Pianist Jan Lundgren gemeinsam mit dem Italiener Paolo Fresu an der Trompete ein Konzert in der Walder Kirche geben.

Auch für das traditionelle Straßentheater gibt es gute Nachrichten. "Nachdem die Kulturförderung des Landschaftsverbandes weggefallen ist, ist es uns gelungen, neue Sponsoren zu finden", so FALS-Schulleiter Peter Wirtz. So wird es in diesem Jahr am Freitag, 29. Juni, und am Sonntag, 1. Juli, wieder hochkarätiges Straßentheater-Programm in Wald geben. Um noch mehr junge Menschen anzusprechen, plant Elisa Emmerich, die ihr Freiwilliges Kulturelles Jahr an der FALS macht, einen Instagram-Auftritt der Theatertage.

(RP)
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