Bilanz für 2023 Solingen ahndet Falschparken in 50.281 Fällen

Solingen · Legal parken ist günstiger: Erneut übersteigen die Verwarngelder 2023 die Millionengrenze. So viel zahlten die Solinger pro Vergehen im Schnitt.

 Hier ist das Parken kostenpflichtig. Ein Hinweisschild macht darauf aufmerksam.

Hier ist das Parken kostenpflichtig. Ein Hinweisschild macht darauf aufmerksam.

Foto: Guido Radtke

Die Stadt Solingen hat im vergangenen Jahr Falschparker in 50.281 Fällen mit Verwarnungsgeldern belegt. Das berichtet jetzt Sprecherin Sabine Rische. Insgesamt nahm die Stadtverwaltung damit genau 1.286.291 Euro ein. Das ist etwas mehr als im Jahr 2022, als es 50.046 Fälle gab, über die in Summe Verwarngelder in Höhe von 1.269.935 Euro in die städtischen Kassen gespült wurden. 2023 zahlten die Solinger Falschparker so im Schnitt 25,58 Euro für ihre Knöllchen.

Damit schließt sich die Entwicklung an das Vor-Pandemiejahr 2019 an, als ebenfalls schon mit 1.108.037 Euro bei 66.641 Verfahren ein Millionenbetrag eingenommen wurde. Dass es jetzt bei vergleichbarer Höhe weniger Fälle sind, liegt daran, dass im bundeseinheitlichen Katalog im November 2021 die Verwarnungsgeldsätze verdoppelt wurden. Damit haben sich allerdings nicht die Einnahmen verdoppelt, sie stiegen lediglich um rund 50 Prozent, heißt es aus dem Rathaus.

Tatsächlich ist Falschparken seit 2021 empfindlich teurer geworden. Wer sein Auto im Halte- oder Parkverbot abstellt, zahlt 25 statt früher 15 Euro. Bei längerem Falschparken von mehr als einer Stunde mit Behinderung sind es 50 statt 35 Euro. Wer unberechtigt auf einem Schwerbehindertenparkplatz parkt, zahlt 55 statt zuvor 35 Euro.

Wenn Rettungsfahrzeuge dabei behindert werden, wird das Zuparken von Feuerwehrzufahrten mit 100 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. Den bekommt auch jeder, der einen Geh- und Radweg länger als eine Stunde blockiert und dabei andere behindert. Das Bußgeld beträgt dann 80 Euro.

Wer in zweiter Reihe parkt oder hält, wird mit 55 Euro zur Kasse gebeten. Falschparkende, die dabei Radfahrende behindern, zahlen 80 Euro und bekommen einen Punkt in Flensburg. Wer seinen Wagen unberechtigt auf einem Parkplatz für E-Autos oder Car-Sharing-Fahrzeuge abstellt, muss mit einem Verwarnungsgeld von 55 Euro rechnen. Da ist es doch günstiger, sein Auto auf legal abzustellen:

In der Tarifzone I beträgt in Solingen die Parkgebühr 50 Cent für die ersten 30 Minuten, dann fünf Cent für je drei Minuten. Ein Tagesticket kostet fünf Euro. In der Tarifzone I liegen Solingen-Mitte, Solingen-Gräfrath und Solingen-Ohligs.

In der Tarifzone II (Solingen-Wald) beträgt die Parkgebühr 30 Cent für die ersten 30 Minuten, dann fünf Cent für je fünf Minuten. Ein Tagesticket kostet 2,50 Euro.

Elektro-Fahrzeuge sind während des Ladevorgangs von der Gebührenpflicht bis zur geltenden Höchstparkdauer bereit, sofern sie eine Parkscheibe auslegen. Car-Sharing-Fahrzeuge sind ebenfalls von der Gebührenpflicht befreit.

15 Minuten sind kostenlos Dort, wo die Parkgebühren via Parkscheinautomat oder Parkuhr entrichtet werden können, ist das Kurzzeitparken von längstens 15 Minuten gratis.

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