Tempolimit-Schilder auf Weg zur A3 in Solingen sind falsch

Verwirrung um Beschilderung: Falsches Tempolimit auf Bonner Straße soll verschwinden

Laut Stadt Solingen hat der Landesbetrieb Straßen.NRW auf einem Teil der Bonner Straße ein falsches Tempolimit von 50 km/h ausgewiesen. Die Schilder sollen schnell wieder verschwinden.

Bei der Beschilderung von Geschwindigkeitsbegrenzungen ist dem Landesbetrieb Straßen.NRW offensichtlich eine Panne unterlaufen. Wie die Stadt Solingen am Freitag mitgeteilt hat, ist ein Teilstück der Direktverbindung von Ohligs zur Autobahn A 3 zwischen den Einmündungen Bodlenberg und Haus-Gravener-Straße irrtümlich als Tempo-50-Zone ausgewiesen, obwohl eigentlich 70 km/h gelten – weswegen die zuständigen Stellen im  Solinger Rathaus nun auf eine schnelle Behebung  des Fehlers drängen.

„Auf dieser freien Strecke soll der Verkehr nicht beeinträchtigt werden“, sagte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, der gleichzeitig Planungsdezernent der Klingenstadt ist. Zuvor hatten Beamte der Stadt die falsche Ausschilderung bei einer Kontrolle entdeckt und dies an den auf der Bonner Straße für die Ausweisung von Tempolimits zuständigen Landesbetrieb gemeldet. Kommende Woche soll ein Ortstermin aller Beteiligten stattfinden, um daran anschließend zügig die richtige Beschilderung auf dem mehrere hundert Meter langen Abschnitt vorzunehmen.

Erst vor wenigen Tagen hatten die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf dem Weg zur Autobahnanschlussstelle Solingen in Wiescheid für Schlagzeilen gesorgt. So hatten sich die beiden Kommunen Solingen und Langenfeld  nach jahrelangen Diskussionen darauf verständigt, nur einen sprichwörtlichen Steinwurf von der Bonner Straße entfernt, auf Teilen der Ohligser Straße Tempo 50 einzuführen. Auf Basis eines im Jahr 2015 von der Nachbarstadt verabschiedeten Lärmaktionsplans gilt dort nun auf Langenfelder Stadtgebiet zwischen den Einmündungen Haus-Gravener-Straße und Gossenbusch sowie zwischen der Oststraße und der Kirchstraße die reduzierte Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Schon einige Jahre vorher war überdies in den Kreuzungsbereichen Haus-Gravener-Straße beziehungsweise Nußbaumstraße sowie in Höhe der Aldi-Filiale die bis dahin geltende Regelung von 70 Stundenkilometern aufgehoben worden.

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Im Gegenzug hatte die Stadt Solingen durchgesetzt, dass in dem Bereich Landwehr/Wiescheid ab der dortigen Eisenbahnbrücke keine in den Nachtstunden geltende Geschwindigkeitsbegrenzung auf nur noch 30 km/h eingeführt wird. Ein solcher Schritt war ursprünglich aus Lärmschutzgründen von Langenfelder Seite ebenfalls vorgesehen gewesen.

Im Solinger Rathaus sind die Verantwortlichen zuversichtlich, einen „guten Kompromiss“ gefunden zu haben. „Die neuen Tempo-50-Stücke sind kurz und werden den Verkehrsfluss nicht behindern, wenn sie vom Landesbetrieb in Kürze korrekt ausgeschildert sind“, zeigte sich Planungsdezernent Hoferichter am Freitag optimistisch. Eine zügige Verbindung zur Autobahn sei für Solingen unverzichtbar, betonte der Stadtdirektor. Und diese sei durch die erzielte Vereinbarung mit Langenfeld, die alle Bedürfnisse berücksichtige, auch zukünftig gewährleistet, so Hoferichter.