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Solingen: "Team Jugend" nimmt in der City die Arbeit auf

Solingen : "Team Jugend" nimmt in der City die Arbeit auf

Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren aus Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften werden jetzt zentral vom "Team Jugend" des kommunalen Jobcenters betreut. Gestern nahm das Team um den Leiter Peter Bernecker in der vierten und fünften Etage des Verwaltungsgebäudes am Rathausplatz 3 die Arbeit in der Stadtmitte auf.

"Der Standort ist richtig gewählt. 44 Prozent der zu betreuenden Jugendlichen wohnen in der City", erklärte Oberbürgermeister Norbert Feith.

2400 junge Leute zwischen 15 und 24 Jahren hat das 21-köpfige "Team Jugend" im Blick — 1700 Schüler aus Bedarfsgemeinschaften, 400 junge Hartz-IV-Empfänger und 300 Jobsuchende. Gleich in der Nähe, im Rathaus, stehen weitere Stellen zu Verfügung, beispielsweise RAA, Sozialamt oder Jugendhilfe. "Wir arbeiten mit wichtigen Partnern eng zusammen, unter anderem auch mit dem Schulsozialdienst und der Jugendförderung", so Bernecker.

Für ihn ist es wichtig, sich früh und intensiv um die Jugendlichen zu kümmern, damit sie nicht nach der Schule direkt arbeitslos werden. Das sieht auch Oberbürgermeister Norbert Feith so: "Es muss gelingen, den Übergang von der Schule zum Beruf beziehungsweise zu einer betrieblichen Ausbildung zu meistern." "Bei uns geht niemand verloren", versicherte Jobcenter-Geschäftsführer Dirk Wagner.

Weiter Geld aus Ohligs

Dafür bekommen nun alle Jugendlichen Post vom Jobcenter, die auf die neue, zentrale Einrichtung aufmerksam macht. Geldangelegenheiten müssen indes weiter im Jobcenter an der Kamper Straße in Ohligs erledigt werden. Arbeitslose Jugendliche, die sich den Beratungsangeboten zu Ausbildungsfragen oder Arbeitsvermittlung entziehen, müssen unter Umständen mit Sanktionen rechnen. "Es gibt hier eindeutige gesetzliche Möglichkeiten", sagte Peter Bernecker.

Doch das sei nicht primär das Ziel, vielmehr die präventive Arbeit, um den Jugendlichen nachhaltig zu helfen. Dabei wird zudem nun sozial-räumlich vorgegangen, nicht wie bisher, dass jeder Sachbearbeiter nach Alphabet bestimmte Personengruppen betreut.

(RP/rl)