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Solingen: Supermarkt: Lapawa will 2019 loslegen

Solingen : Supermarkt: Lapawa will 2019 loslegen

Investor Siegfried Lapawa befindet sich in Gesprächen mit Interessenten. Der Geschäftsmann plant, bis zu 16,5 Millionen Euro in die Hand zu nehmen. Er ist optimistisch, kommendes Jahr in Gräfrath mit dem Bau beginnen zu können.

Das Projekt eines neuen Lebensmittelvollsortimenters an der Wuppertaler Straße in Gräfrath schreitet weiter voran. So laufen zurzeit Gespräche mit potenziellen Mietern. Und zudem steht noch eine Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf zur Größe des zukünftigen Supermarktes aus. Dennoch ist Investor Siegfried Lapawa ausgesprochen optimistisch, dass auf dem Gelände des alten Gräfrather Bahnhofs schon bald die Bagger rollen werden.

"Läuft alles nach Plan und ziehen sämtliche Beteiligte an einem Strang, könnten wir frühestens Mitte 2019 loslegen", sagte Lapawa am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Geschäftsmann und Chef der Silag Handel AG mit Sitz in Langenfeld will in seiner Heimatstadt einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen, um endlich jenes Lebensmittelgeschäft in Gräfrath anzusiedeln, auf das die Bewohner des nördlichsten Solinger Stadtbezirks nun schon seit vielen Jahren warten.

"Die Investitionssumme dürfte zwischen 15 und 16,5 Millionen Euro liegen", berichtete Lapawa, der weiter versicherte, auf dem Gelände an der Wuppertaler Straße werde kein Discounter entstehen. Siegfried Lapawa: "Es wird auf jeden Fall ein Lebensmittelvollsortimenter kommen."

Eine Nachricht, die die allermeisten Gräfrather freuen dürfte. "Wir würden es sehr begrüßen, wenn es so schnell wie möglich etwas mit dem Supermarkt wird", betonte gestern noch einmal der Gräfrather Bezirksbürgermeister Udo Vogtländer. Der Sozialdemokrat und die anderen Stadtteilpolitiker in der Bezirksvertretung Gräfrath verbinden mit dem Vorhaben des Investors nämlich Hoffnungen, die weit über das eigentliche Supermarkt-Projekt hinausgehen.

So schwebt Udo Vogtländer beispielsweise eine stärkere Einbindung der Korkenziehertrasse, die direkt hinter dem Supermarkt-Grundstück verläuft, vor. "Das ist in Wuppertal mit der Nordbahntrasse besser gelöst als in Solingen", gab der Bezirksbürgermeister in diesem Zusammenhang zu bedenken, wobei aus Sicht Vogtländers etwa ein Café am Supermarkt zusätzliche Besucher in den Gräfrather Ortskern ziehen könnte.

Ferner sorgt sich die Politik aber auch um die Kaufgewohnheiten der Bürger. Denn eingedenk der bestehenden handelstechnischen Lücke im Stadtteil sind die Gräfrather nun schon seit Jahren gezwungen, größere Lebensmitteleinkäufe außerhalb zu erledigen. Was nach dem Dafürhalten Udo Vogtländers wiederum zur Folge hat, dass es mit der Zeit immer schwieriger werden könnte, die Kunden an Gräfrath zu binden.

Bei der Stadt Solingen gehen die Verantwortlichen davon aus, dass in den kommenden Monaten die nächsten Schritte hin zu dem gewünschten Supermarkt gegangen werden können. "Wenn die Gespräche des Investors mit den zukünftigen Mietern abgeschlossen sind, wird ein entsprechender Bebauungsplan aufgestellt werden", sagte jetzt eine Rathaus-Sprecherin auf Nachfrage.

Im Anschluss daran wäre es dann möglich, die konkreten baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. "Ein Supermarkt käme auf jeden Fall einem großer Gewinn für den Stadtteil gleich", brachte Bezirksbürgermeister Udo Vogtländer die Erwartungen der Gräfrather gestern auf den Punkt.

(or/uwv)