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Solingen: Stück für Stück ins Rathaus

Solingen : Stück für Stück ins Rathaus

Der Umzug der Stadtverwaltung hat begonnen. Der Stadtdienst Wohnen ist demnächst im neuen Rathaus zu finden. Weil die Möbelwagen anrückten, hatten die Mitarbeiter an der Schlagbaumer Straße gestern frei.

An reguläre Arbeit war im Verwaltungsgebäude Schlagbaumer Straße gestern nicht zu denken. Schreibtische, Stühle und Kartons stapelten sich in den Zimmern und auf den Fluren. Über einen Lastenaufzug an einer Seite des langgestreckten Gebäudes wurden sie auf die Ladefläche eines Umzugstransporters befördert und von dort ins Innere des Fahrzeugs geräumt. „Es läuft gut“, sagte Holger Hentschler, geschäftsführender Gesellschafter des Berliner Umzugsunternehmens Plischka, das den Zuschlag bei der öffentlichen Ausschreibung erhalten hatte. „Die städtischen Mitarbeiter haben alles ordentlich vorbereitet.“

Die betroffenen Stadtangestellten – unter anderem vom Stadtdienst Wohnen – hatten gestern frei. „Während des Umzuges kann hier keiner arbeiten“, sagte Hentschler. Schließlich seien die Telefone und PCs abgeklemmt und die Möbel abgebaut. Aushänge an den Türen informierten die Besucher darüber, dass die Stadtmitarbeiter erst ab Montag wieder im neuen Rathauskomplex an der Cronenberger Straße/Rathausplatz erreichbar seien. Dann muss jedoch erst einmal ausgepackt und eingeräumt werden. „Am Dienstag wird wieder regulär gearbeitet“, sagte Lutz Peters, Pressesprecher der Stadt. „Wer aber schon am Montag Hilfe braucht, wird nicht nach Hause geschickt.“

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12 000 Umzugskartons

Mit zwölf Mitarbeitern – überwiegend aus Bonn – und drei Umzugswagen war Plischka gestern morgen angereist. Um 7.30 Uhr ging der Umzug los. Rund 12 000 Umzugskartons müssen jetzt und die nächsten Wochen transportiert werden. „Wir arbeiten zehn Stunden am Tag“, berichtete Geschäftsführer Hentschel. Wenn alles gut gehe, sei man schon am heutigen Samstagabend fertig. „Die Stadt macht ja vieles in Eigenregie, um Kosten zu sparen.“ Leer ist das Gebäude gegenüber des Wasserturms dann aber nicht. Einige Räume mussten die Möbelpacker unberührt lassen. Zettel an den Türen wiesen darauf hin: „Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) zieht nicht mit um!! Zimmer bitte nicht ausräumen!!“

Nächste Woche Rathaus Ohligs

Hier war es zu einer Planänderung gekommen. „Ursprünglich hatte der ASD mit ins neue Rathaus ziehen sollen, dann kam aber das Projekt zur Neustrukturierung des Stadtdienstes Jugend dazwischen“, berichtete Lutz Peters. Nun soll der ASD nicht mehr zentralisiert werden, sondern in den Stadtteilen vor Ort bleiben.

Daher zögen die acht Mitarbeiter von der Schlagbaumer Straße, die für die Bezirke Wald und Gräfrath zuständig seien, in etwa zwei Wochen in die von der Bauaufsicht verlassenen Pavillons hinter dem Rathaus Wald. „Die Räume dort waren jetzt noch nicht fertig.“ Ende des Jahres gehe es dann ins Gebäude des Walder Bürgerbüros.

Nächsten Freitag steht der nächste städtische Umzug an. Bis auf sieben Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes ziehen die Stadtangestellten aus dem Ohligser Rathaus nach Solingen-Mitte.

(RP)