Streit zwischen Solingen und Hilden um Kreisel Ohligs

Bonner Straße : Streit zwischen Solingen und Hilden um Kreisel Ohligs

Die Kritik der Stadt Hilden an dem geplanten Kreisverkehr Bonner Straße in Ohligs sorgt bei der Solinger CDU für Unverständnis. Nachdem die Nachbarstadt Anfang dieser Woche die Befürchtung geäußert hatte, ein neuer Kreisel auf dem Weg zur Autobahn A 3 könnte unter anderem auch zu einer Verlagerung des Verkehrs in Richtung Hilden führen, kam am Mittwoch vonseiten der Christdemokraten aus der Klingenstadt eine deutliche Retourkutsche.

So griff der Bezirksbürgermeister von Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid, Marc Westkämper (CDU), die zuständigen Stellen im Hildener Rathaus scharf an. Die dortigen Beamten beriefen sich „auf Jahrzehnte alte Bedenken, die aber nicht überzeugend“ seien, sagte Westkämper mit Blick auf den Einwand der Hildener. Diese hatten geargwöhnt, Autofahrer könnten zukünftig die Langhansstraße als Schleichweg nutzen und auf diese Weise zusätzliche Probleme in der Nachbarstadt auslösen. Was nach Ansicht von CDU-Mann Westkämper indes nicht schlüssig ist. Denn schon heute sei es möglich, über die Langhansstraße nach Hilden zu fahren – bislang allerdings nur mit Hilfe von „waghalsigen und verkehrsgefährdenden Wendemanövern“.

Diese fielen nach der Realisierung des Kreisels vielmehr weg, so der Bezirksbürgermeister. Und auch sonst bedeute das vom Solinger Stadtrat beschlossene Projekt ein Fortschritt. Beispielsweise wären Heidebad und Engelsberger Hof wieder besser erreichbar, betonte Westkämper, der zudem auf neue Wohnviertel wie etwa am Hermann-Löns-Weg verwies, die ihrerseits zu einer Zunahme des Verkehrs führten. „Der Kreisverkehr Bonner Straße darf nicht von Hildener Bedenkenträgern gestoppt werden“, forderte der Christdemokrat. „Statt über Schikanen am Kreisverkehr nachzudenken, sollten die Nachbarn erkennen, dass ihre Auspendler ebenfalls profitieren würden“, sagte Westkämper.

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