Straßenreinigung in Solingen: Technische Betriebe stellen Stadtbildwarte ein

Straßenreinigung in Solingen : Technische Betriebe stellen Stadtbildwarte ein

„Stadtbildpflege“ ist seit rund drei Jahren ein Thema in Solingen. Jetzt werden dafür zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.

Familie Mustermann zahlt in Solingen im kommenden Jahr rund zehn Euro mehr für die Straßenreinigung. Ein Grund sind höhere Personalkosten – auch durch zusätzlich eingestellte Mitarbeiter. Zwei sind bereits im Einsatz, zwei weitere kommen Anfang 2020 hinzu. Sie sollen als „Stadtbildwarte“ nicht nur zu Schaufel und Besen greifen, sondern auch ein Auge auf Bürger haben, die Zigarettenkippen auf den Boden schnippen oder die Haufen ihrer Hunde liegen lassen.

„Stadtbildpflege“ ist seit rund drei Jahren ein Thema in Solingen. Bereits 2017 wurden Extra-Kräfte rekrutiert. Am Hofgarten sind die städtischen Reinigungskräfte beispielsweise in zwei Schichten unterwegs und damit auch an Samstagnachmittagen vor Ort. „Es gibt schon Schwerpunkte, wo wir sehr präsent sein werden“, sagt Martin Wegner, Leiter der Technischen Betriebe, über den Einsatz der neuen Stadtbildwarte. Er denkt dabei etwa an Wege zu Kindergärten, auf denen auch Hunde ausgeführt werden.

Bei den TBS setzt man neben der eigenen Erfahrung auch auf Hinweise durch Bürger. Sehr bewährt habe sich der eingeführte Mängelmelder auf der Homepage der Stadt. Bis einschließlich Oktober meldeten Solinger in diesem Jahr beispielsweise 105 Mal wilde Kippen im Stadtgebiet. „Durch den Mängelmelder wurde die Bearbeitungszeit von zwei bis drei Wochen manchmal auf einige Stunden reduziert“, betont Wegner.

Der Solinger Bußgeldkatalog sieht beispielsweise für einen Zigarettenstummel oder ein Papiertaschentuch eine Strafe in Höhe von 25 Euro vor. Getränkedosen oder Plastikflaschen kosten 35 Euro, Essensreste bis zu 100 Euro. Verschmutzungen mit Tierkot können mit Strafen in Höhe von 35 bis 100 Euro geahndet werden. Das Abladen von Sperrmüll in der Natur kann bis zu 1530 Euro kosten. Die Einleitung giftiger Stoffe kostet bis zu 5100 Euro. Die Sauberkeit der Straßen und Plätze haben auch die Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes im Auge.

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