Solingen: Straßen könnten an Stadion erinnern

Solingen: Straßen könnten an Stadion erinnern

Noch steht die Haupttribüne des alten Stadions am Hermann-Löns-Weg. Und auch die einstigen Stehtraversen sind unter dem seit der Stilllegung der Arena um sich greifenden Wildwuchses nach wie vor zu erkennen.

Aber die Tage der ehemaligen Spielstätte von Union Ohligs sind gezählt.

Bereits in wenigen Wochen soll der endgültige Abriss über die Bühne gehen, damit an der Stelle des Stadions über 100 zusätzliche Wohneinheiten in Ohligs entstehen können. Drei neue Straßen werden später das zukünftige Quartier erschließen. Wobei die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid in der kommenden Woche schon einmal die Gelegenheit haben, sich über die Namen der Straßen Gedanken zu machen.

So liegt der BV für den 18. Juni eine Beschlussvorlage aus der Verwaltung vor, der eine Reihe von Benennungsvorschlägen beinhaltet. Da der Einteilungsplan für die Namensregelung in diesem Bereich von Ohligs Bezeichnungen nach deutschen Flüssen vorsieht, stünden beispielsweise solche Namen wie Havelstraße, Lechstraße, Oderstraße beziehungsweise Werrastraße zur Auswahl. Was gut in die nähere Umgebung passen würde, in der bekanntlich unter anderem eine Elbe-, Emscher- oder Lahnstraße existieren.

Parallel dazu ist aus Sicht der Stadt aber auch eine Erinnerung an das Stadion, etwa in Form von Straßennamen wie "An der Tribüne" und "Am Stadion" denkbar. Eine dritte Variante stellten Benennungen nach Hermann-Heinrich Gossen, im 19. Jahrhundert preußischer Regierungsassessor und bedeutender Ökonom, sowie nach dem 1995 verstorbenen Publizisten und Wirtschaftswissenschaftler Wolfram Engels dar. Der augenblickliche Name "Naturpark" für den heutigen Weg am Stadion soll dagegen nur noch für einen Bereich an der Dunkelnberger Straße gelten.

(or)