Stickstoffdioxid-Werte sinken: Luftqualität in Solingen hat sich verbessert

Stickstoffdioxid-Werte sinken: Die Luftqualität hat sich verbessert

Der Jahresdurchschnittswert der Stickstoffdioxid-Belastung ist gesunken und lag 2018 unter dem Grenzwert.

Die Schadstoffbelastung der Luft in der Innenstadt hat sich deutlich verbessert: Der Jahresdurchschnittswert für Stickstoffdioxid (NO2) lag an der Messstation an der Konrad-Adenauer-Straße im vergangenen Jahr bei 35 Mikrogramm pro Kubikmeter. 2017 lag der Messwert im Schnitt noch bei 41 Mikrogramm und damit über dem zulässigen Grenzwert von 40 Mikrogramm. „Das ist ein erfreuliches Ergebnis“, sagt Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, „was wir tun, hat Wirkung gezeigt“.

Die Verbesserung der Luftqualität an der Messstation in der City hat neben meteorologischen Einflüssen auch mit der abgeschlossenen Baustelle auf der Konrad-Adenauer-Straße zu tun. Aber unter anderem eben auch mit beschlossenen Maßnahmen, beispielsweise im Bereich Verkehrslenkung/Verkehrssteuerung. „Eine politische Forderung ist, den Verkehr flüssiger zu gestalten“, sagt der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität, Bernd Krebs (CDU). Für ihn ist eine „Grüne Welle“ vom Schlagbaum bis zum Werwolf auch im Sinne der Reduzierung der Schadstoffwerte wichtig.

Emissionsreduzierungen im Industrie-/Gewerbe- und Wohngebäudebestand sowie der Ausbau der Elektromobilität sind weitere Maßnahmen, um die Luftqualität zu verbessern. Gerade die Stadtwerke Solingen leisten hier mit dem Ankauf von Batterie betriebenen Oberleitungsbusse (BOB) einen wichtigen Beitrag. Im November vergangenen Jahres wurde der Kauf von 16 dieser Busse beschlossen. Vier sind bereits im Einsatz, die anderen werden nach und nach ausgeliefert. Geplant ist, dass insgesamt 16 Gelenkbusse und 16 Solobusse bis 2022 mit der neuen Technik zur Verfügung stehen. Das Unternehmen trägt so weiter mit dazu bei, dass sich die Luftqualität verbessert. Gerade an der Konrad-Adenauer-Straße, auf der täglich rund 38.000 Fahrzeuge fahren. „Die Messstation bleibt auch in diesem Jahr stehen. Wir werden die Daten weiter beobachten. Es ist uns wichtig, dass der NO2-Jahresdurchschnittswert die 40 Mikrogramm pro Kubikmeter nicht überschreitet“, sagt Stadtdirektor Hartmut Hoferichter.

Hauptverursacher zu hoher Stickstoffdioxidwerte sind insbesondere Dieselfahrzeuge. Stickstoffdioxid ist ein giftiges, stechend riechendes Gas, das bei allen Verbrennungsvorgängen entsteht. Im November 2016 hat der Stadtrat einstimmig die Verwaltung beauftragt, sich beim Landesumweltamt um die Ermittlung der Luftqualität an einer stark befahrenen Straße in Solingen zu bewerben. Zum Jahreswechsel 2016/2017 wurde der Messcontainer an der Konrad-Adenauer-Straße aufgestellt. Darüber hinaus betreibt das Landesumweltamt bereits seit Juni 1998 an der Dültgenstaler Straße in Wald eine Messstation zur Ermittlung der Luftqualität.

Diese Station auf dem Gelände der Technischen Betriebe Solingen (TBS), so die Verwaltung, misst sogenannte Hintergrundbelastungen abseits von Hauptverkehrsstraßen. Der für 2018 ermittelte Jahresdurchschnittswert für NO2 lag bei lediglich 19 Mikrogramm – nach 22 im Jahr 2017.

Mehr von RP ONLINE