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Solingen: Startschuss für Freizeitpark Aufderhöhe

Solingen : Startschuss für Freizeitpark Aufderhöhe

Der Baggerführer schwenkt die zweieinhalb Tonnen schwere Steinkugel zielsicher gegen den Rand des Nichtschwimmerbeckens im einstigen Freibad Aufderhöhe. Die Wand zerbricht in Stücke, der Schutt wird im Becken abgeladen und braucht nicht wegtransportiert zu werden.

"Das hätte eine Menge Geld gekostet", weiß der Schatzmeister des Fördervereins Freizeitpark Aufderhöhe, Paul-Werner Speck.

Er und Fördervereinsvorsitzender Manfred Heim freuen sich aber über die Baggerarbeiten des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes (BRW), die den dort unterirdisch verlaufenden Burbach wieder freilegen und später an anderer Stelle über das Freibadgelände offen fließen lassen wollen. "Denn diese Baumaßnahme ist gleichzeitig der sichtbare Startschuss für unser Projekt Freizeitpark Aufderhöhe", sagt Manfred Heim.

Der 72-Jährige kämpft seit Jahren dafür, das ehemalige Freibad-Gelände — letzte Badesaison war im Sommer 1990 — als Freizeitpark für Kinder, Jugendliche und Familien zu erhalten. Mehrere Planungen gab es bereits, Kritik von Anwohnern, die Lärmbeeinträchtigungen fürchteten, torpedierten das Projekt, immer wieder wurde umgeplant, seit Herbst 2011 gibt es nun aber einen verbindlichen Bebauungsplan. "Es gab aber auch positive Unterstützung von Anwohnern", betont Heim.

Sind die beiden ehemaligen Schwimmbecken zugeschüttet, wird sprichwörtlich Gras über den Nichtschwimmerbereich wachsen, der dann als Spielfläche dient. Die andere Beckenfläche wird zwei Beach-Volleyballfelder und einen Beach-Soccerplatz aufnehmen. Vorgesehen ist ein Waldkindergarten, eine Bouleanlage, Mühle und Schach unter freiem Himmel kann ebenfalls gespielt werden. Zudem gibt es Flächen zum Zelten, außerdem einen Grillplatz. "Alles wird Zug um Zug umgesetzt", kündigen Manfred Heim und Paul-Werner Speck an.

Sponsoren und Helfer gesucht

Die Sauna sei bereits renoviert, der frühere Umkleidetrakt bleibt erhalten, ebenso die Räume der alten Gaststätte, die angemietet werden können. "Die Sprungtürme bleiben stehen, quasi als Wahrzeichen, damit man erkennen kann, dass diesmal ein Freibad war", sagt der Vorsitzende des Fördervereins.

Städtische Gelder gibt's für die Umbaumaßnahmen nicht. Von daher ist der derzeit rund 90 Mitglieder zählende Förderverein auf Mithilfe angewiesen, um die "Freizeitanlage in und für Aufderhöhe zu schaffen", so Paul-Werner Speck. Spenden, aber insbesondere auch Leute, die mit anpacken, vor allem Jüngere, würde sich der Förderverein wünschen (Kontakt: manfredheim@web.de). "Jugendgruppen aus Aufderhöhe haben sich bereits eingebracht", freut sich Heim.

Spätestens in zwei Jahren, so die Vorstellung des Fördervereinsvorsitzenden, soll der Freizeitpark in großen Teilen umgesetzt sein.

www.rp-online.de/solingen

(RP/rl)