Solingen: Start frei für ADS-Halle und Vogelsang

Solingen : Start frei für ADS-Halle und Vogelsang

Zwei Großprojekte bleiben vom verschärften Sparkurs der Stadt verschont. Die Sanierung der Sporthalle der August-Dicke-Schule und die Modernisierung des Hallenbades Vogelsang. Investition zusammen: gut 4,7 Millionen Euro.

Die Instandsetzungsarbeiten der seit einem halben Jahr gesperrten Sporthalle der August-Dicke-Schule starten in der nächsten Woche. "Wir sind im Zeitplan", sagte Peter Assé. Nach den Worten des Leiters des städtischen Immobilienmanagements ist das Ziel nach wie vor, die Sanierung bis zum Ende der Schulsommerferien abzuschließen. Damit kann mit dem Start des neuen Schuljahres im August in der Dreifach-Turnhalle an der Schützenstraße wieder Sport unterrichtet werden. Neben dem Gymnasium nutzt insbesondere der Solinger Turnerbund (STB) die Sporthalle, die obendrein über Tribünen verfügt.

Bei einer Routineuntersuchung waren im Dezember Risse in der tragenden Holzkonstruktion des Daches mit einer Fläche von über 45 mal 49 Metern festgestellt worden. Immerhin: Die Leimholzbinder überspannen in einer Höhe von acht Metern eine Länge von 49 Metern.

Bei den Sanierungsarbeiten, die während des laufenden Schulbetriebs durchgeführt werden können, werden zunächst diese Leimholzbinder instand gesetzt. Sie müssen also nicht aufwändig ausgetauscht werden, sondern können statisch verstärkt werden. Dies erledigen Spezialfirmen. Danach schließen sich alle weiteren Arbeiten an: wie die Verkleidung der Sporthallendecke, neue Elektroleitungen und eine neue Beleuchtung. Zudem werden Belüftung und Dachentwässerung erneuert.

Über 1,3 Millionen Euro kostet die Sanierung der ADS-Sporthalle. Die Arbeiten sind nicht von dem verschärften Sparkurs der Stadt mit der von Kämmerer Ralf Weeke kürzlich verhängten Haushaltssperre betroffen. Grund: Es handelt sich um eine bereits begonnene und damit laufende Finanzmaßnahme.

Deutlich teurer - geschätzte Kosten 3,4 Millionen Euro - wird die Teilsanierung des Hallenbades Vogelsang, dem einzig verbliebenen Bad für das öffentliche Schwimmen. Trotz klammer städtischer Kassen soll das Hallenbad aufgepäppelt und für die Zukunft fit gemacht werden. Mit Krediten und jeweils 100 000 Euro aus der Sportpauschale in den Jahren 2014 bis 2017 wollen Politik und Verwaltung, so die Absprache, die Baumaßnahme finanzieren.

"Ein Architekturbüro befasst sich derzeit mit der Vorplanung", sagt Michael Dreesen von der Solinger Bädergesellschaft. Ergebnisse und auch eine konkrete Kostenhöhe sollen der Politik im Herbst unterbreitet werden. "Die 3,4 Millionen Euro sind eine Schätzung auf Basis einer Machbarkeitsstudie", betont Michael Dreesen.

Verabredet sei aber, die Teilsanierung im Rahmen der geschätzten Summe zu stemmen. Ob das aber bei dem 1972 erbauten und jährlich rund 40 000 Schwimmern zählendem Hallenbad möglich ist, bleibe abzuwarten. "Die ersten Planungen sehen nicht schlecht aus", sagt Sportausschuss-Vorsitzender Ernst Lauterjung (SPD) mit Blick auf die vom Architekturbüro erstellten Entwürfe, die einer kleinen Kommission präsentiert worden seien.

Beginnen sollen die Sanierungsarbeiten am 1. Juni 2015. Für 15 Monate - bis August 2016 - müsste das Hallenbad dann geschlossen bleiben, damit unter anderem neue Boden- und Wandfliesen angebracht werden. Ebenso auf dem Modernisierungsplan stehen die Umkleiden, die Erneuerung der Sanitärtechnik sowie die Sanierung der Deckenpaneele in den Umkleiden, Duschen und im Eingangsbereich.

Verlagert werden soll zudem das Kleinschwimmbecken. "Während der Schließung des Hallenbades gibt es Ausweichmöglichkeiten in Bädern der Nachbarstädte oder in der Klingenhalle", sagt Michael Dreesen.

(RP)
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