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Solingen: Stanzen und härten für Schneidwarenindustrie

Solingen : Stanzen und härten für Schneidwarenindustrie

Das Familienunternehmen Engels & Hast baut eine neue Produktionshalle und investiert rund 1,5 bis zwei Millionen Euro. Im Frühjahr 2016 soll das neue Gebäude am Eipaß bezugsfertig sein.

Das Familienunternehmen Engels & Hast baut eine neue Produktionshalle und investiert rund 1,5 bis zwei Millionen Euro. Im Frühjahr 2016 soll das neue Gebäude am Eipaß bezugsfertig sein.

Die Geschäfte laufen gut. "Sehr gut sogar", sagt Heinz Ladage. Er ist Geschäftsführer des 1880 gegründeten Familienunternehmens Engels & Hast, das sich seit jeher mit dem Stanzen und dem Härten von Teilen für die Solinger Schneidwarenbranche beschäftigt. "Vor allem für Haushalts- und Berufsmesser", ergänzt der 55-Jährige. Neue Kunden konnte der Betrieb am Eipaß dazugewinnen, Altkunden erhöhten zudem die Aufträge. "Dadurch haben wir im Vergleich zum Vorjahr bis jetzt ein Umsatzplus von zehn Prozent erzielen können", sagt der Diplom-Ökonom, der das Unternehmen in vierter Generation leitet.

Engels & Hast baut aber nicht nur bei den Aufträgen aus, sondern derzeit auch bei der Produktion. Direkt neben dem Firmengrundstück am Eipaß ist die Fläche - ein Teilstück des Gewerbegebietes Fürkeltrath I - für eine neue Produktionshalle bereits planiert. "Die neue Halle, zum Teil auf zwei Geschossen, bietet uns eine Nutzfläche von über 900 Quadratmetern. Hier wird die Stanzerei einziehen", sagt der 55-jährige Geschäftsführer. Überdies biete der Neubau Platz für Büros und Sozialräume. Im bestehenden Firmengebäude wird die Härterei ausgebaut. Überdies kann durch die neue Produktionshalle, die bis zum Frühjahr nächsten Jahres bezugsfertig sein soll, eine seit Jahren angemietete Halle an der Beethovenstraße aufgegeben werden. "Insgesamt investieren wird inklusive Grundstückskauf von der Wirtschaftsförderung etwa 1,5 bis zwei Millionen Euro", sagt Heinz Ladage. Noch in diesem Jahr soll der Rohbau stehen.

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Heinz Ladage geht davon aus, dass der Zeitplan eingehalten wird. Denn im Zuge des Neubaus hat das Unternehmen bereits eine neue Härteanlage bestellt, die im ersten Quartal 2016 angeliefert werden soll. Mit dem Neubauprojekt verbunden ist zudem eine Erweiterung des Personalstamms. "Zwei weitere Mitarbeiter könnten wir gebrauchen, wenn alles fertig ist", sagt der Firmenchef. Aktuell beschäftigt Engels & Hast 23 Mitarbeiter.

Stanzen und härten erledigt das Unternehmen fast ausschließlich für die Schneidwarenindustrie. "Der Anteil liegt mittlerweile bei 90 Prozent", sagt der 55-Jährige. Natürlich steht das Know How auch anderen Industriezweigen zur Verfügung, "aber unsere Kernkompetenz steht für das qualitative Niveau der typischen Solinger Produkte", ergänzt Ladage. Früher wurden beispielsweise auch Teile für die Automobil- und die Verbrauchsgüterindustrie hergestellt, doch von diesen Bereichen hat sich das 135 Jahre alte Familienunternehmen insbesondere auch wegen zu hohem Kosten- und Zeitdruck verabschiedet. Neben Engels & Hast gibt es in der Klingenstadt noch weitere vier Wettbewerber, die wie das Unternehmen vom Eipaß Zulieferer für die Schneidwarenindustrie sind.

(uwv)