Stadtwerke Solingen: Strom- und Gaspreise steigen ab September

Stadtwerke Solingen : Preise für Strom und Gas steigen

Für den 1. September kündigen die Stadtwerke Solingen Preisanpassungen bei Strom und Gas an. Die Grundpreise je Jahr steigen um zehn (Strom) beziehungsweise 20 Euro (Gas). Die Arbeitspreise werden ebenfalls angehoben.

Nach Jahren der Preisstabilität kündigen die Stadtwerke Solingen (SWS) zum 1. September dieses Jahres höhere Strom- und auch Gaspreise an. Der lokale Energieversorger vollzieht damit einen Schritt, den bereits etliche Grundversorger in Deutschland im Laufe der vergangenen Monate hinter sich haben.

„Wir erhöhen die Grundpreise für Strom um zehn Euro im Jahr, beim Gas um 20 Euro. Zudem werden die Arbeitspreise beim Strom um 0,8 Cent je Kilowattstunde erhöht, beim Gas um 0,5 Cent pro Kilowattstunde“, sagt SWS-Vertriebsleiter Stefan Ziebs mit Blick auf die gestiegenen Beschaffungskosten auf den Energiemärkten.

Diese haben laut Ziebs mittlerweile ein Niveau erreicht, die eine Preisanhebung bei Strom und Gas auch für die Solinger Stadtwerke unumgänglich machen. „Alle Kunden werden im Laufe dieser Woche mit einem persönlichen Anschreiben zu ihrer individuellen Tarifanpassung informiert“, sagt SWS-Sprecherin Lisa Nohl. Schon seit langer Zeit beobachtet das Team um SWS-Vertriebsleiter Stefan Ziebs die Energiemärkte mit Blick auf günstige Beschaffungskonditionen sehr genau.

Eine nachhaltige Preispolitik war bislang auch aufgrund der erfolgreich umgesetzten Beschaffungs- und Kostenmanagementstrategie möglich. Die führte mit zu einer langen Periode der Preisstabilität bei Strom und Gas. Ein hausinternes Kostensenkungsprogramm beispielsweise beim Abrechnungs- und Abwicklungssystem sorgte ebenfalls für Preisstabilität. Immerhin wurde der Strompreis seit 2014 nicht mehr verändert. Dennoch gerieten hier die Preise sei gut einem Jahr in Bewegung – viele Energieversorger haben deswegen ihre Arbeits- und Grundpreise bereits erhöht.

Nun ziehen die Stadtwerke Solingen nach, allerdings nicht aus heiterem Himmel. Denn schon zu Beginn dieses Jahres war klar, dass sie ebenfalls die Energiepreise im Laufe des Jahres anpassen müssen. Neben allgemein „großen Unsicherheiten“ sind die in Bewegung geratenen CO2-Zertifikate Ursache für die hohen Strompreise – aber auch die Ankündigung über den Wegfall von Kohlekraftwerken. Das alles treibe die Preise in die Höhe.

Zum 1. September, einen Monat vor Ende des Stadtwerke-Geschäftsjahres 2018/19 müssen die Kunden – private wie gewerbliche – tiefer in die Tasche greifen, um ihre Strom- und Gasrechnung zu begleichen. So erhöht sich der Arbeitspreis pro Kilowattstunde beim Grundversorgungstarif Strom (Klingenstrom Basis) für Privathaushalte auf 28,64 Cent, für Gewerbekunden auf 31,34 Cent. Die Grundpreise liegen künftig bei 109,98 Euro beziehungsweise 114,49 Euro.

Bei einem Jahresverbrauch von rund 3000 Kilowattstunden Strom führen die neuen Preise allein durch die Erhöhung des Arbeitspreises zu monatlichen Mehrbelastungen von etwa zwei Euro – gleicher Verbrauch vorausgesetzt. Rechnet man noch die Erhöhung des Grundpreises in Höhe von zehn Euro im Jahr hinzu, beträgt die monatliche Mehrbelastung für die Kunden 2,83 Euro.

Beim Grundversorgungstarif Gas (Klingengas Basis) sind ab 1. September 8,63 Cent je Kilowattstunde zu zahlen, wenn der Verbrauch unter 5000 Kilowattstunden liegt. Bei einer Abnahmemenge von mehr als 5000 Kilowattstunden beträgt der Arbeitspreis 6,77 Cent.

Die Grundpreise je Jahr liegen hier bei 63,12 beziehungsweise 155,37 Euro. Der Gaspreis erfuhr seit 2012 keine Erhöhung mehr, er war zwischenzeitlich sogar gesenkt worden.

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