Stadtwerke Solingen setzen mehr Busse für Schüler ein

Schülerverkehr in Solingen: Schüler-Ansturm: SWS setzen mehr Busse ein

Über 11.000 Schüler haben Abos der Stadtwerke. Da es zuletzt in vielen Bussen eng war, sind nun Zusatzfahrzeuge unterwegs.

Die Kinder und Jugendlichen gehören zu den treuesten Kunden der Stadtwerke Solingen (SWS). Über 11.000 Schüler beziehungsweise Auszubildende besitzen augenblicklich ein Abo-Ticket der Verkehrsbetriebe. Und dementsprechend muss es nicht weiter verwundern, dass es vor allem in den Morgenstunden sowie nachmittags nach Schulschluss bisweilen ziemlich eng wird in vielen Bussen.

Wenn die Schüler denn überhaupt in die Fahrzeuge kommen. So treten seit Ende der Sommerferien in der letzten Augustwoche vermehrt Fälle auf, in denen Mädchen oder Jungen sogar draußen bleiben und zu spät zum Unterricht erscheinen, weil die Busse auf etlichen Linien überfüllt sind. Jedenfalls liefen bei den Verkehrsbetrieben in den zurückliegenden Tagen zahlreiche Beschwerden von Eltern ein, weswegen die Verantwortlichen nun gegensteuern. Auf den besonderes beliebten Linien werden ab kommendem Montag zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt werden.

Wie eine Sprecherin der Bus-Sparte bei den Stadtwerken am Freitag bestätigte, gilt diese Neuregelung zunächst einmal für die Obus-Linie 681, die um 7.20 Uhr morgens ab Mangenberg fährt, sowie für die Obus-Linie 682, die wochentags um 7.30 Uhr ab dem Solinger Hauptbahnhof in Ohligs in Richtung Wald startet. Wobei es nicht bei diesen zwei Zusatzfahrten bleiben muss. Denn auf anderen Streckenabschnitten sind die Zahlen der jungen Fahrgäste zuletzt ebenfalls stark gestiegen.

„Wir beobachten seit dem neuen Schuljahr vermehrt Jugendliche, die aus dem Bereich Hilden kommen und am Hauptbahnhof um 7.30 Uhr die 681 nehmen, um in Richtung Solinger Innenstadt zu gelangen“, sagte die Verkehrsbetriebe-Sprecherin, die ankündigte, gegebenenfalls auch auf dieser Strecke einzugreifen.

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Die Kapazitäten hierfür sind schließlich vorhanden. So halten die Stadtwerke insgesamt 20 Busse vor, die am Betriebshof an der Weidenstraße stationiert sind und eingesetzt werden, um dem Schüler-Ansturm Herr zu werden. Diese „Verstärkerfahrzeuge“ fahren dann zu den Hauptstoßzeiten zeitlich etwas versetzt zu den regulären Linienbussen.

An den Schultagen sind bereits jetzt morgens zusätzliche Doppelwagen von Gräfrath über Central nach Wald und weiter bis zur Bebelallee sowie von Aufderhöhe via Ohligs nach Wald unterwegs. Und auf anderen überdurchschnittlich stark frequentierten Linien können die Verkehrsbetriebe die Taktzeiten ebenfalls verkürzen .

Tatsächlich bedarf es für die Planung eines solchen Zusatzangebotes zum normalen SWS-Fahrplan einer ausgeklügelten Logistik, die ohne einen guten Kontakt der Verkehrsbetriebe zu den Schulen kaum zu schultern wäre. So aber sind die Stadtwerke jederzeit in der Lage, auch besondere Herausforderungen zu meistern – etwa wenn Schulausflüge, Projektwochen oder ein kurzfristig geänderter Schulschluss schnelles Handeln erforderlich machen.

Darüber hinaus dienen die eigenen Busfahrer als Schüler-Seismograf. „Unsere Kollegen melden, sobald einzelne Linien zu bestimmten Zeiten überfüllt sind“, berichtete die Sprecherin der Verkehrsbetriebe aus dem Alltag. Wie zuletzt auf der 681 von Ohligs in die Innenstadt. Sollten die Schülerzahlen in der nächsten Woche konstant hoch bleiben, würde fortan ein weiteres Fahrzeug eingesetzt, dass dann um etwa 7.35 Uhr losfahren würde.

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