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Stadtwerke Solingen dünnen Fahrplan aus

Öffentlicher Nahverkehr in Solingen : Stadtwerke dünnen Bus-Fahrpläne aus

Weil seit Montag kaum noch Schüler unterwegs sind, gilt bei den SWS-Verkehrsbetrieben nun erst einmal der „Ferienplan“. Die Stadtwerke haben Maßnahmen ergriffen, um ihre Mitarbeiter vor einer Corona-Infektion zu schützen.

Das Coronavirus hat – zumindest in einem übertragenen Sinn  – auch Einfluss auf den Straßenverkehr in Solingen. Weil nämlich seit Anfang der Woche in NRW die Schulpflicht ausgesetzt ist und kaum noch Kinder sowie Jugendliche unterwegs sind, reagieren die Verkehrsbetriebe bei den Stadtwerken Solingen (SWS) jetzt ebenfalls und werden zunächst einmal mit erheblich weniger Fahrzeugen unterwegs sein.

Das hat eine Sprecherin der Verkehrsbetriebe auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt. „Wir schalten, wenn man so will, auf unseren Ferienplan um“, sagte die Sprecherin am Dienstag. Da momentan die sogenannten Doppelwagen auf einigen ansonsten besonders stark frequentierten Linien wie der 681, der 682 oder der 695 weder in den Morgenstunden noch mittags benötigt würden, würden die normalerweise zu diesen Zeiten zum Einsatz kommenden Busse bis auf Weiteres im Depot an der Weidenstraße bleiben, hieß es bei den Stadtwerken Solingen.

Tatsächlich waren in die Fahrzeuge der Verkehrsbetriebe seit Wochenbeginn so gut wie keine Schüler mehr eingestiegen. Und auch sonst blieben die Busse in der Klingenstadt zuletzt leerer als sonst, so dass sich die Verkehrsbetriebe nun entschieden, die Doppelwagen für Schüler sowie einige weitere Verstärker-Fahrzeuge, insgesamt knapp 25 Busse, einstweilen aus dem Verkehr zu ziehen.

„Dies gilt bis Freitag, danach fahren wir gemäß der Tagesart nach dem  Samstags- und dem Sonntagsfahrplan“, erläuterte die SWS-Sprecherin, die parallel betonte, die Stadtwerke könnten gegebenenfalls noch mit zusätzlichen Maßnahmen im Bus-Fahrplan reagieren. Aus diesem Grund führen die Verkehrsbetriebe regelmäßig Erhebungen über die Anzahl der Fahrgäste beziehungsweise über deren Verteilung in den einzelnen Wagen durch.

Dabei haben die Verantwortlichen aber nicht nur das aktuelle Passagieraufkommen und die damit einhergehenden Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit im Blick. Vielmehr legen die Verkehrsbetriebe ein verstärktes Augenmerk auch auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Denn allein so ist gewährleistet, dass der reguläre Fahrbetrieb – selbst bei einem plötzlichen Anstieg des Krankenstandes – aufrecht erhalten bleiben könnte.

Beispielsweise sind jene Fahrer, die in normalen Zeiten am Steuer der vorübergehend gestoppten Doppelwagen sitzen, regulär in der Verwaltung und in der Werkstatt der Verkehrsbetriebe beschäftigt. Wohin diese Mitarbeiter nun auch erst einmal wieder ganztags zurückkehren. Gleichwohl können die Kollegen jederzeit wieder auf den einzelnen SWS-Linien eingesetzt werden. Was wiederum dann der Fall wäre, wenn das Coronavirus bei den etatmäßigen Busfahrern zu einer erhöhten Zahl von krankheitsbedingten Ausfällen führen würde. Darüber hinaus haben die Verkehrsbetriebe weitere Schutzmaßnahmen ergriffen. So ist der Betriebshof Weidenstraße zurzeit für Gäste gesperrt.