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Stadtradeln 2020 in Solingen: Neue Blickwinkel auf dem Weg in die Innenstadt

Stadtradeln 2020 in Solingen : Neue Blickwinkel auf dem Weg in die Innenstadt

Fünf „Stadtradeln-Stars“ verzichten in Solingen bei der Klimaschutz-Aktion aufs Auto – einer von ihnen ist Morgenpost-Chef Guido Radtke. Im dritten Teil seiner Kolumne schreibt er neu entdeckte Radwege.

Der Weg von Ohligs in die Solinger Innenstadt führt bekanntlich kontinuierlich bergauf. Dafür ist der Weg in umgekehrter Richtung ein Klacks. Um nicht geschwitzt in der Redaktion anzukommen, habe ich mich und mein Fahrrad in der Vergangenheit auf dem Hinweg meist per S-Bahn bis zum Haltepunkt Mitte chauffieren lassen.

In „Stadtradeln“-Zeiten aber zählt bekanntlich jeder Kilometer. Und so verzichtete ich auf das Transporthilfsmittel und nahm die Strecke von der Haustür an komplett in Angriff. Der Weg über die Merscheider Straße und Beethovenstraße ist nicht Radfahrer freundlich. Zu viel Verkehr. Der Weg durch das Lochbachtal vorbei an der Scheider Mühle bis zum Botanischen Garten und dann weiter über die Korkenziehertrasse hat seinen Reiz. Es geht aber deutlich kürzer.

Noch recht neu ist der Radweg, der von Aufderhöhe über die Mangenberger Straße ins Zentrum ausgeschildert ist. Ich habe mich öfters schon gefragt, wie Radfahrer geführt werden, wenn sie in den Berg-Isel-Weg einbiegen. Die Strecke parallel zur Bahnstrecke des „Müngsteners“ zeigt wieder einmal, welche Blickwinkel auf Solingen sich ergeben, wenn man die Hauptachsen verlässt.

Und oft ist man überrascht, wohin die Nebenwege führen. In diesem Fall endet der Abschnitt an der Kreuzung Damaschkestraße / Kotterstraße. Diese knapp 5,7 Kilometer mit 119 Höhenmetern bin ich nicht zum letzten Mal gefahren.