Solingen: Stadtkirche konzentriert in Mitte

Solingen: Stadtkirche konzentriert in Mitte

Die Pläne sind gestaltet, der Eingang der Stadtkirche zum Fronhof ist auf dem Papier schon realisiert: "Die Stadtkirche ist im Aufbruch Richtung Fronhof, es nimmt Form und Gestalt an", freut sich Pfarrerin Jutta Degen. Gestern Abend stellte sie zusammen mit dem Presbyterium die Pläne zum Umbau der Stadtkirche vor – ein Projekt von City 2013, das rund zwei Millionen Euro kostet. 90 Prozent dieser Summe sollen vom Land fließen, den zehnprozentigen Eigenanteil will die Gemeinde selbst stemmen (wir berichteten).

Ein neuer Eingang, ein Kirchencafé mit Blick zum Fronhof, ein neuer Aufzug und die Umgestaltung des Saales zu einem Bürgersaal, der mehr Platz bietet als bisher – all das soll im Rahmen des Projektes umgesetzt werden. "Der Fronhof ist in den vergangenen Jahren sehr belebt worden, wir wollen uns öffnen", sagt Jutta Degen.

Grundstücke werden verkauft

Der Förderantrag ist gestellt, in Zusammenarbeit mit der Bergischen Entwicklungsagentur hofft die rund 6000 Menschen zählende Gemeinde in der Stadtmitte nun, rasch grünes Licht über die Bewilligung der Fördergelder zu bekommen. Der Eigenanteil soll über den Verkauf des Gemeindezentrums Margaretenstraße sowie zweier Grundstücke an der Eckstraße mit finanziert werden. "Die Aktivitäten von der Margaretenstraße werden bis zu den Sommerferien nach Mitte verlagert", sagt Finanzkirchenmeister Franz Klopp, "der letzte Gottesdienst dort wird am 27. Juni stattfinden".

  • Ehrenamt In Den Gemeinden Frank Klopp : Finanzkirchmeister der Stadtkirche

Geplant ist auch, einen Fahrdienst einzurichten, um beispielsweise Teilnehmer von Gesprächskreisen von der Margaretenstraße nach Mitte zu transportieren. "Wir wollen alles nach Mitte verlagern, wir liegen mit der Stadtkirche mittendrin, wir wollen Mittelpunkt werden", heißt es aus dem Presbyterium. Zur Finanzierung des Eigenanteils sollen auch Spenden fließen.

Gewartet wird jetzt aber zunächst auf die Fördergelder aus Düsseldorf. "Sobald wir einen schriftlichen Bescheid aus Düsseldorf haben, können wir starten, erklärt Franz Klopp.

(RP)