Stadtleben: Auf Grossmann-Gelände wird 70er-Jahre-Komödie gedreht

Stadtleben : Auf Grossmann-Gelände wird 70er-Jahre-Komödie gedreht

Die Dreharbeiten zu der hochkarätig besetzten Sozialkomödie "Keiner schiebt uns weg" (Arbeitstitel) haben in der vergangenen Woche in Solingen begonnen. Zentraler Drehort sind die ehemaligen Produktionshallen und das Gelände von Grossmann Stahlguss in Wald.

Bis 11. Juli wird zudem in Köln produziert.

Wolfgang Murnberger inszeniert nach dem Drehbuch von Sebastian Orlac und Ulla Ziemann in Anlehnung an eine wahre Begebenheit die Geschichte einer Frau, die 1979 mit ihren Kolleginnen um Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern kämpft. Ein Thema, das auch heute nicht an Aktualität verloren hat.

Zum Inhalt: Gelsenkirchen, 1979. Drei Mitarbeiterinnen eines Fotolabors erfahren durch Zufall, dass sie für ihre Arbeit viel schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Lilli (Alwara Höfels) und ihre Freundinnen wollen dagegen angehen. Dabei haben die drei schon genug Probleme. Lilli kämpft mit dem frustrierten Vater (Karsten Antonio Mielke) ihrer beiden Kinder, ihrer selbstverliebten Mutter Charly (Gitta Schweighöfer), den unbezahlten Rechnungen und einem kaputten Auto. Rosi (Katharina Marie Schubert) arbeitet heimlich und gegen den Willen ihres Mannes, um das heile Bild vom Familienglück aufrechtzuerhalten, denn das Geld ihres Mannes Wolfgang (Martin Brambach) reicht für ihren Lebensstandard nicht aus. Und Gerda (Imogen Kogge) fristet nach dem Tod ihres Mannes ein recht einsames Dasein. Doch die Frauen wollen sich nicht länger unterbuttern lassen. Sie sammeln Unterschriften und verklagen ihren Arbeitgeber mit Hilfe des Betriebsratsmitglieds Ritschi (Christoph Bach) und der Gewerkschaft. Dabei legen sie sich mit der Chefetage ihrer Firma an sowie mit den männlichen Kollegen im Betrieb und ihren Familien.

Die Kamera führt Peter von Haller. "Keiner schiebt uns weg" wird produziert im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks Köln und der ARD Degeto für Das Erste.

(ots)