Solingen: Stadt will neues City-Wettbüro stoppen

Solingen: Stadt will neues City-Wettbüro stoppen

Politik soll eine Ansiedlung an der Straße "Am Neumarkt" verhindern.

Geht es nach den zuständigen Beamten im Solinger Rathaus, darf der Bereich hinter dem Neumarkt in der Innenstadt nicht länger als eine Art Hinterhof der City angesehen werde. Aus diesem Grund liegt der Politik nun eine Beschlussvorlage vor, mit deren Hilfe an der Straße Am Neumarkt die Ansiedlung eines weiteren Wettbüros verhindert werden soll.

Bereits am heutigen Donnerstag werden sich die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) Mitte mit der Problematik beschäftigen. Nach dem Willen der Stadt sollen die Stadtteilpolitiker im Rahmen einer Sondersitzung, die sich an die reguläre BV-Sitzung anschließt, eine entsprechende Empfehlung abgeben. Diese hat eine Änderung des Bebauungsplans zum Gegenstand. Später müssten sich noch der Planungsausschuss sowie der Rat anschließen.

Der Hintergrund: Seit Ende April liegt der Verwaltung für den Erdgeschoss-Bereich eines Wohnhauses der Antrag auf Umwandlung eines gastronomischen Betriebes in besagtes Wettbüro vor. Und dieser könnte nach den augenblicklich geltenden baurechtlichen Regelungen für die Straße Am Neumarkt nicht abgelehnt werden - es sei denn, die Solinger Politik würde dem Ansinnen durch Änderung des Bebauungsplans nun einen Riegel vorschieben.

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Tatsächlich umfasst das Vergnügungsstättenkonzept für die Innenstadt aus dem Jahr 2012, das zweifelhafte beziehungsweise unerwünschte Nutzungen wie Bordelle, Spielhallen oder auch Wettbüros verhindern soll, weite Teile der City. Nur eben nicht die Straße Am Neumarkt zwischen Peter-Knecht-Straße sowie Heinestraße.

Dort, am Ende des Neumarktes, will unter anderem die Stadt-Sparkasse Solingen in den kommenden Jahren ihre neue Hauptverwaltung bauen.

(or)
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