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Solingen: Stadt startet IT-Offensive an Schulen

Solingen : Stadt startet IT-Offensive an Schulen

In den kommenden Jahren fließen 11,7 Millionen Euro in die Ausstattung mit modernem Internet.

Die Zeiten, in denen Kinder und Jugendliche vor allem mit Hilfe von Schulbüchern auf den Ernst des Lebens vorbereitet wurden, sind unwiederbringlich vorbei. Aus diesem Grund hat die Stadt jetzt die IT-Ausstattung an ihren Schulen in den Fokus gerückt und wird in den kommenden Jahren rund 11,7 Millionen Euro in neue Glasfaserkabel, W-Lan sowie Tablets und andere Computer stecken.

"Das ist ein erster Meilenstein", sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach bei der gestrigen Präsentation des Programmes, das am 14. März den Mitgliedern des Schulausschusses vorgestellt werden wird. So ist vorgesehen, noch in diesem Monat mit der internettechnischen Aufrüstung zu starten. Bis Jahresende sollen dann zehn Schulen unter anderem mit leistungsfähigen Servern sowie einer einheitlichen pädagogischen Software ausgestattet sein.

Den Anfang machen das Gymnasium Vogelsang, das Humboldtgymnasium, die August-Dicke-Schule, die Sekundarschule Central, die Theodor-Heuss-Schule, das Friedrich-List-Berufskolleg, die Geschwister-Scholl-Schule, die Gesamtschule Höhscheid, die Realschule Vogelsang und die Friedrich-Albert-Lange-Schule, wobei bis zum Jahr 2020 alle 41 im Sprecherrat der Schulen vertretenen Schulen auf den modernen Standard gebracht werden.

In der Vergangenheit, so betonten OB Kurzbach und Schuldezernentin Dagmar Becker am Donnerstagmittag im Rathaus, sei dem Thema nicht die eigentlich notwendige Bedeutung beigemessen worden. Deshalb wurde im vergangenen Jahr eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen städtischen Ressorts sowie unter Einbeziehung schulischer Vertreter gebildet, die einen entsprechenden Rahmenplan erstellte. Dieser soll nun umgesetzt werden, wobei zur Bewältigung der technischen Herausforderungen ein neuer IT-Dienstleister verpflichtet wurde.

Von den knapp zwölf Millionen Euro, die für die IT-Offensive an den Schulen vorgesehen sind, werden im Rahmen des NRW-Programms "Gute Schule 2020" acht Millionen vom Land kommen. Darüber hinaus hofft die Stadt, im nächsten Jahr noch in den Genuss von Bundesmitteln zu kommen, die dann ebenfalls dazu beitragen könnten, unter anderem die Lehrer fortzubilden. So sollen die Pädagogen bei der Handhabung neuer Technologien, in einem verantwortungsvollen sowie rechtssicheren Umgang mit neuen Medien und in ihrer Unterrichtsgestaltung beziehungsweise Methodenkompetenz geschult werden.

Dabei geht es in der Zukunft allerdings nicht ausschließlich um moderne Techniken. Weiter will die Stadt auch in die bestehende Bausubstanz der Schulen investieren. Rund 50 Millionen Euro sollen insgesamt in den folgenden Jahren für alle Neuerungen baulicher wie technischer Art ausgegeben werden.

(or)