Stadt-Sparkasse Solingen sucht Mieter und Käufer

Sparkasse: Alte Filialen nur schwer zu vermarkten

Die Stadt-Sparkasse ist in ihren Bemühungen, die ehemaligen Geschäftsstellen Weyer, Merscheid, Widdert und Mangenberg zu vermarkten, noch nicht am Ziel angelangt. Ausschreibung für die neue Zentrale startet.

Der Verkauf beziehungsweise die Vermietung ehemaliger Geschäftsstellen der Stadt-Sparkasse Solingen erweist sich schwieriger als zunächst angenommen. Die Filialen Merscheid, Widdert, Mangenberg und Weyer, aus denen bereits 2016 das Personal abgezogen worden ist und zu Selbstbedienungsstandorten umfunktioniert worden sind, konnten bis heute nicht vermarktet werden. Einzig in der Geschäftsstelle Fronhof in der Innenstadt konnte ein Wechsel vollzogen werden. Im November 2017 ist hier der Personaldienstleister Stegmann und Stegmed eingezogen. „Für die übrigen vier Geschäftsstellen Mangenberg, Merscheid, Weyer und Widdert suchen wir eine sinnvolle Nachnutzung. Dabei können wir uns sowohl eine Vermietung als auch einen Verkauf vorstellen“, sagt der Vorsitzende des Vorstands der Stadt-Sparkasse Solingen, Stefan Grunwald.

Derzeit würden dafür „intensive Gespräche mit verschiedenen Interessenten geführt, in einigen Fällen überprüfen wir aktuell die Machbarkeit der angefragten Nutzung“. Für den Sparkassen-Chef ist es wichtig, „eine langfristige und nachhaltige Nachnutzung zu sichern. Diese Zielsetzung hat für uns Vorrang vor einer nur zeitnahen Lösung.“

Längst noch nicht auf der Zielgeraden eingebogen ist das Kreditinstitut mit dem Neubauvorhaben in der Stadtmitte. Die neue Sparkasse-Zentrale soll auf dem bisherigen Parkplatz an der Peter-Knecht-Straße mit Öffnung hin zum Neumarkt gebaut werden.

Zur Ausschreibung eines Planungswettbewerbs müssen vorab aber zahlreiche Anforderungen definiert werden. „Nur so ist es möglich, einen strukturierten und transparenten Architektenwettbewerb durchzuführen“, erklärt Stefan Grunwald und ergänzt: „Wir haben uns vorgenommen, die Vorbereitung des Architektenwettbewerbs bis Ende 2018 abzuschließen“ Anfang 2019 könne dann voraussichtlich mit der Ausschreibung gestartet werden.

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In der neuen Sparkassen-Zentrale in der Stadtmitte sollen einst 350 Beschäftigte arbeiten. Genauso viel, wie in der heutigen Hauptgeschäftsstelle an der Kölner Straße. Ist der Neubau realisiert und wird dort die Arbeit aufgenommen, kann das alte Gebäude abgerissen werden. Auf dem Gelände sollen Wohnungen entstehen.

„In unserer neuen Zentrale werden auch die derzeit noch dezentral organisierten Standorte an der Elisenstraße und der Mummstraße integriert. Die erforderlichen Personalanpassungsmaßnahmen, die sich vorwiegend aus dem allgemeinen Branchen- und Marktumfeld ergeben, werden über die natürliche Fluktuation erfolgen“, sagt Stefan Grunwald. In der neuen Geschäftsstelle in Solingen-Mitte geht auch die Filiale Mühlenplatz mit auf.

In Ohligs werden die beiden Geschäftsstellen am Bremsheyplatz und Markt im ehemaligen Globus-Gebäude konzentriert. All dies wurde im Rahmen der Zukunftsstrategie 2016 festgelegt. Das bedeutet, dass das Sparkassen-Geschäftsstellennetz in Zukunft aus nur noch neun mit Personen besetzten Filialen bestehen wird. Stefan Grunwald: „Weiteren Anpassungsbedarf sehen wir zurzeit nicht.“

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