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Stadt-Sparkasse Solingen steigerte im Geschäftsjahr 2019 ihre Erträge

Stadt-Sparkasse Solingen : Mit Immobilien Rendite erwirtschaften

Die Stadt-Sparkasse hat im vergangenen Jahr einmal mehr eine gute Bilanz erzielt – trotz anspruchsvollem Marktumfeld.

Während der Staat von dem sinkenden Zinsbelastungen profitierte, büßten Anleger ebenso wie die Sparkasse massiv an Zinseinnahmen ein. Allein seit 2016 ist der jährliche Zinsüberschuss des Kreditinstitutes um knapp zehn Prozent zurückgegangen. „Auf der Zinsseite gibt es seit Jahren einen stabilen Abwärtstrend. Wir sehen keine Perspektive, dass sich daran etwas ändert“, sagt der Vorsitzende des Sparkassen-Vorstandes, Stefan Grünwald.

Da heißt es auch für die Stadt-Sparkasse, ertragreiche andere Geschäftsfelder zu suchen und zu finden, die Provisionen einbringen oder Mieteinnahmen. „Immobilien stehen nach wie vor stark im Fokus, nicht nur bei unseren Kunden, sondern auch bei uns“, sagt Grunwald. So vermarktet die Sparkasse beispielsweise 60 Wohnungen im O-Quartier in Ohligs im Auftrag des Investors. „47 davon haben wir bereits veräußern können“, erklärt Sebastian Greif vom Sparkassen-Vorstand.

Überdies hat die Sparkasse im O-Quartier selbst 76 Wohnungen, zwei Gewerbeeinheiten und 82 Parkplätze erworben, die vermietet werden sollen. Zur Auswahl stehen 2,5-, 3,5- und 4,5-Zimmerewohnungen. „Mietinteressenten können sich ab Anfang 2021 vormerken lassen. Je nach Bauabschnitt können die Wohnungen ab Oktober nächsten Jahres bezogen werden“, sagt Sebastian Greif.

In Immobilien investieren, um Renditen zu erwirtschaften – für das klingenstädtische Kreditinstitut ist dies ein lohnender Weg. Denn auch in der neuen Sparkassen-Zentrale in der Stadtmitte werden 29 Innenstadtwohnungen zwischen 65 und 100 Quadratmetern entstehen, zudem gibt es Reserveflächen für Büros in einer Größenordnung von rund 1000 Quadratmetern. Die werden zunächst vermietet und tragen so mit dazu bei, dass die Stadt-Sparkasse Geld verdient.

Das gelang auch durch den Verkauf des früheren Sparkassen-Standortes am Mangenberg. Die Geldversorgung wird dort zukünftig mit einem SB-Center gesichert. Angemietet hat zudem die Arbeiterwohlfahrt (Awo) die bisherigen Sparkassen-Gechäftsräume im Obergeschoss am Mühlenplatz. „Für den Standort an der Grünstraße sind wir in abschließenden Gesprächen mit einem Mietinteressenten“, erklärt Sparkassen-Sprecher Martin Idelberger. Gleiches gelte für die Villa an der Elisenstraße in der Stadtmitte.

Mit Blick auf den künftigen neuen Standort an der Düsseldorfer Straße in Ohligs, der inklusive eines Rewe-Marktes und einer Tiefgarage Ende Februar des nächsten Jahres eröffnet werden soll, ergeben sich sich auch Veränderungen für den Standort am Bremsheyplatz. Konkret ist dort aber noch nichts: „Es wird aber mit Sicherheit ein SB-Angebot in Bahnhofsnähe geben“, kündigt Idelberger an.

Weitere Mietangebote wird es aber im neu gestalteten ehemaligen Globus-Gebäude geben, das derzeit von Grund auf saniert wird. Dazu gehören 300 Quadratmeter Ladenflächen, 440 Quadratmeter Praxisflächen und 1140 Quadratmeter Büro-/Praxisflächen. Mietinteressenten können sich dafür ab dem zweiten Quartal 2020 bewerben, teilt die Stadt-Sparkasse mit.