Stadt Solingen will Sportplatz im Josefstal bauen

Pläne für neuen Kunstrasenplatz: Grünes Licht für neuen Sportplatz Höher Heide

Die Baugenehmigung für einen zweiten Kunstrasenplatz im Josefstal ist erteilt. Und beim Freizeitpark Aufderhöhe tut sich auch etwas.

Es ist eine Nachricht, auf die viele Fußballer schon seit Jahren warten. Dem Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes im Josefstal in Aufderhöhe steht seit Kurzem nichts mehr im Weg. Denn wie die Stadt am Freitag auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, wurde die entsprechende Baugenehmigung für die Freisportanlage Höher Heide 2 diese Woche erteilt.

Zuvor war die notwendige Änderung des damit verbundenen Satzungsbeschlusses zum Bebauungsplan H 601 (Josefstal / Bielauer Weg) Ende vergangenen Monats im Amtsblatt der Stadt Solingen bekanntgegeben worden. Was wiederum bedeutete, dass damit alle planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung des Ersatzsportplatzes für den Kunstrasenplatz am Union-Stadion am Hermann-Löns-Weg erfüllt waren.

Die Platzanlage in Ohligs wird nämlich zusammen mit der einstigen Zweitliga-Arena verschwinden, weil an ihrer Stelle eine neue Wohnsiedlung entstehen wird. Ein Investor, die Kölner BPD Immobilienentwicklung, will dort, am Rande der Ohligser Heide, rund 110 neue Wohneinheiten in Einzel-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern realisieren.

Weswegen die bislang am Hermann-Löns-Weg ansässigen Vereine, darunter der 1. FC Solingen, die Kunstrasenanlage hinterm Stadion bereits nach dem Ende der vergangenen Fußballsaison verlassen haben. So fand der 1. FC Solingen für die neue Spielzeit zunächst einmal am Schaberg eine Bleibe – wobei die Stadt den Plan hat, dass der Ohligser Verein später ins Josefstal übersiedeln wird. Wann der zweite Sportplatz Höher Heide fertiggestellt ist, steht aber noch nicht fest. Beispielsweise gibt es nach wie vor Fragen bezüglich der Ausgestaltung der Anlage zu klären.

  • Solingen : Freizeitpark Aufderhöhe: Gericht entscheidet noch 2017

Am Hermann-Löns-Weg sind die Planungen hingegen schon weiter gediehen. Ab Ende August könnte der Abriss der Stadion-Haupttribüne erfolgen, damit Platz geschaffen wird für die neuen Gebäude. Das notwendige Planungsrecht ist jedenfalls seit dieser Woche geschaffen. Denn der Bebauungsplan O 600 wurde am Donnerstag nun ebenfalls im Solinger Amtsblatt veröffentlicht und ist somit in Kraft getreten.

Noch nicht ganz so weit fortgeschritten sind indes die Dinge in Sachen Freizeitpark Aufderhöhe. Obgleich sich auch auf dem Gelände des ehemaligen Freibades in unmittelbarer Nähe zur Höher Heide bald etwas tun könnte. So ist es laut Stadt inzwischen denkbar, dass der Satzungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan sowie der Feststellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans bis Ende des Jahres in die politischen Gremien gehen – vielleicht bereits im September.

Im Klartext: Das Projekt des Freizeitparks, das seit Jahrzehnten besteht, aber wegen möglicher Lärmbelästigungen für die Anwohner lange umstritten war, ist auf einem guten Weg. Sobald die Politik Grünes Licht gegeben hat, wird die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf vorgelegt, die danach ihrerseits drei Monate Zeit zur Prüfung der Unterlagen hat.

Ziel ist es, auf der einen Seite einen Bereich zu schaffen, der der wachsenden Bevölkerung von Aufderhöhe als Erholungsraum dient. Auf der anderen Seite soll der Freizeitpark von seiner Charakteristik her in die Landschaft im Josefstal passen. Der Förderverein Freizeitpark Aufderhöhe ist seit vielen Jahren federführend mit der Entwicklung und Umsetzung des Konzepts befasst.

Mehr von RP ONLINE