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Stadt Solingen setzt ab sofort auf die 2G-Plus-Regelung

Rathaus beschließt Corona-Verschärfungen : Stadt Solingen setzt ab sofort auf die 2G-Plus-Regelung

Für städtische Veranstaltungen gilt künftig 2G Plus. Zusätzlich spricht Solingen eine Empfehlung für die Gastronomie aus. Unterdessen kommt ein neues Impfzentrum, die Lage in den Kliniken ist noch beherrschbar.

Nachdem die Corona-Sieben-Tage-Inzidenz in den zurückliegenden Tagen und Wochen auch in Solingen wieder deutlich nach oben gegangen ist und am Mittwoch 506 positiv Getestete gemeldet wurden, hat die Stadt Solingen nun reagiert und eine Reihe von Verschärfungen beziehungsweise Änderungen auf den Weg gebracht. So soll die 2G-Plus-Regel möglichst überall gelten. Außerdem soll im ehemaligen P & C-Gebäude in Mitte wieder ein größeres Impfzentrum eingerichtet werden, um den zuletzt stark gestiegenen Andrang bewältigen zu können. Die gute Nachricht ist: Bislang sind die Solinger Krankenhäuser nicht überlastet. Ein Überblick.

Regeln Die Stadt empfiehlt allen Gastronomen und Veranstaltern ab sofort die 2G-Plus-Regel anzuwenden. Diese bedeutet, dass nur Eintritt erhält, wer vollständig geimpft oder genesen ist und einen negativen Corona-Test einer offiziellen Teststelle vorlegt, der nicht älter als 24 Stunden ist. Die Tests sind wieder kostenlos. Die Infrastruktur in Solingen verfügt über knapp 60 Teststellen. Die Stadt wird die 2G-Plus-Regel auch ab sofort zur Voraussetzung für alle eigenen Veranstaltungen machen. Dies gilt vor allem in der Kultur-Szene.

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Allgemeinverfügung Der Verwaltungsvorstand hat beschlossen, eine Allgemeinverfügung vorzubereiten, die mit den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz abzustimmen ist, die am Donnerstag tagt. Die Verfügung, deren Veröffentlichung für die kommende Woche geplant ist, soll die 2G-Plus-Regel, die jetzt noch empfehlenden Charakter besitzt, dann möglichst verbindlich formulieren.

Impfangebot Die Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen ist stark. Am Montag wurden in der Impfstelle Clemens-Galerien 229 Menschen geimpft. Davon erhielten 162 Personen die dritte Impfung. Schlangen sind an der Tagesordnung. Darum ist geplant, größere Räume in dem Gebäude zu mieten, in dem früher Peek & Cloppenburg saß. Ziel ist, mit zunächst drei Ärzten bis zu 450 Impfungen pro Tag durchzuführen. In Planung ist zudem, dass die Zahl der Ärzte bei Bedarf verdoppelt werden kann (und damit auch die Zahl der Impfungen). Die Impfungen dort sollen dann sowohl mit als auch ohne Termin möglich sein. Das neue Impfzentrum soll ab 1. Dezember den Betrieb aufnehmen und zu folgenden Zeiten arbeiten: Montag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr, Samstag: 10 bis 16 Uhr. Ferner befindet sich die Verwaltung in Gesprächen mit dem Lungenfachzentrum Bethanien, um dort eine zweite Impfstelle einzurichten. Die mobilen Impfungen werden fortgesetzt.

Aktuelle Lage Obwohl die Infektionszahlen steigen, spitzt sich die Situation in den Solinger Krankenhäusern bislang nicht zu. Zwar stellt das Gesundheitsamt fest, dass etwa jede zweite Infektion, die ermittelt wird, vollständig Geimpfte betrifft. Aber offenbar mildert die Impfung die Folgen meist stark ab.

Zahlen 71 Prozent der Solinger haben bis heute die Erst- und Zweitimpfung erhalten. 88 Prozent der Menschen über 60 Jahre sind in Solingen vollständig geimpft. 77 Prozent der Menschen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren haben die vollständige Impfung. 5,4 Prozent der Bürger haben bereits die Auffrischungsimpfung bekommen. Das sind 8500 Menschen. 18.178 Kinder unter zwölf Jahren können bislang nicht geimpft werden.

Bundeswehr Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung sowie die steigende Belastung im Stadtdienst Gesundheit formuliert die Stadt erneut ein Amtshilfe-Ersuchen an die Bundeswehr. Damit ergeht die Bitte, der Stadt zehn Soldaten zur Verfügung zu stellen. Eine ausführliche Kontaktnachverfolgung wie während der dritten Welle findet derzeit aber nicht statt.

(or/red)