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Stadt Solingen plant Ende der Großbaustelle in Burg

Baustelle in Solingen-Burg : 2019 fünf Monate Vollsperrung

Die Großbaustelle in Unterburg geht in den Schlussspurt. Bis März 2020 soll in Sachen Hochwasserschutz und Ortsdurchfahrt alles fertig sein. Im kommenden Jahr warten aber noch einmal harte Zeiten auf Anwohner und Pendler.

Ein Ende kommt langsam in Sicht. Aber bevor die Bauarbeiter im Jahr 2020 die Großbaustelle in Unterburg verlassen werden, wartet auf Anwohner und Pendler noch einmal eine Geduldsprobe. Denn wie die Stadt Solingen nun mitgeteilt hat, ist der genaue Zeitplan für die verbliebenen Maßnahmen unter Dach und Fach – wobei  die Arbeiten einmal mehr wohl nicht ohne Verkehrsbehinderungen über die Bühne gehen werden.

So wird vor allem das kommende Jahr erneut im Zeichen von monatelangen Sperrungen stehen, was hauptsächlich an der Umgestaltung der Eschbachstraße liegt. Um beispielsweise die Ortsdurchfahrt im Bereich der Einmündung Mühlendamm endgültig herzurichten, ist die Straße zunächst von Juli bis September 2019 voll geschlossen. Und daran anschließend erfolgt die Sanierung bis zur Wupperbrücke, die ab Oktober eine erneute Totalsperrung für immerhin zwei Monate notwendig macht.

Damit summiert sich die Phase der Vollsperrungen im kommenden Jahr auf insgesamt fünf Monate, von denen die ersten drei in „verkehrsärmere Zeiten“ fallen, wie die Stadt Solingen nun einmal mehr in einer Informationsvorlage für die Sitzung des Planungsausschusses am Montag dieser Woche betonte. Endgültig abgeschlossen sein sollen die Arbeiten in Unterburg dann im März 2020.

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Dabei gestaltete sich die Erstellung des vorliegenden Baustellen-Fahrplans nicht eben einfach. Der Grund: Im zurückliegenden Frühjahr waren die ursprünglichen Umgestaltungspläne für die Eschbachstraße, die zunächst eine sogenannte Boulevard-Lösung vorgesehen hatten, nach einer Intervention aus Teilen der Bevölkerung verworfen worden. Die Bewohner von Unterburg waren zuvor argwöhnisch geworden, ein damit verbundener längerer Engpass in der Ortsmitte könnte die ohnehin bereits seit vielen Jahren ausgesprochen angespannte Verkehrssituation in dem kleinen Stadtteil weiter verschlechtern.

Die sich daran anschließenden Umplanungen hatten indes zur Folge, dass die einzelnen Baulose seitens der Stadt zur Ortsverschönerung mit jenen des Wupperverbandes neu abgestimmt werden mussten. Der Verband arbeitet nämlich – parallel zur Stadt – an einem verbesserten Hochwasserschutz für Unterburg.

Zwischendurch sah es dann eine Weile sogar so aus, als sei eine weitere Synchronisierung der beiden Bauvorhaben lediglich noch schwer möglich. Denn immerhin drängte wegen Ausschreibefristen, die der Wupperband einzuhalten hatte, mittlerweile die Zeit. Aber im Herbst gelang es schließlich doch noch, einen gemeinsamen Fahrplan zu entwickeln.

Dieser sieht nun vor, dass der Wupperverband im Frühjahr 2019 mit der Ausgleichsmaßnahme Fischaufstieg im Bereich Mühlendamm startet und im Verlauf des Jahres die noch ausstehenden Hochwasserschutz-Arbeiten erledigt. Im Sommer greift sodann die Stadt mit ihren Arbeiten sowie der besagten Straßensperrung wieder in die Baustelle ein, nach deren Abschluss nur noch kleinere Maßnahmen folgen, die höchstens Teilsperrungen nötig erscheinen lassen.

Verläuft alles wie vorgesehen, werden die Arbeiten im übernächsten Frühjahr abgeschlossen sein. Ganz genau vermag dies allerdings niemand zu prognostizieren. Denn zum einen können wettertechnische Unbilden die Planungen durcheinander wirbeln. Und zum anderen sind auch immer wieder Baufehler denkbar.

So werden etwa die Arbeiten an dem neuen Fußweg der Eschbachstraße erst in diesen Tagen beendet. Ursprünglich war dies schon für Oktober vorgesehen gewesen. Doch wie es am Dienstag aus dem Rathaus hieß, hatte es an der Straße Wasserschäden gegeben, die erst zu beseitigen waren.