CDU und FDP wollen Einführung Stadt Solingen hat noch viele Fragen zur Asylbewerber-Karte

Solingen · Die FDP will im Sozialausschuss einen Antrag stellen, die Bezahlkarte für Asylbewerber zügig einzuführen. Auch die CDU ist dafür. Bei der Stadt gibt man sich aber einstweilen noch zurückhaltend. Die Übernahme der Kosten ist unklar.

Im vergangenen Jahr sind die Aslbewerber-Zahlen erneut deutlich nach oben gegangen. Befürworter einer Bezahlkarte hoffen, dass durch die Karte „Pullfaktoren“ wegfallen.

Im vergangenen Jahr sind die Aslbewerber-Zahlen erneut deutlich nach oben gegangen. Befürworter einer Bezahlkarte hoffen, dass durch die Karte „Pullfaktoren“ wegfallen.

Foto: dpa/Stefan Puchner

Nachdem die CDU bereits Anfang dieser Woche gefordert hat, auch in Solingen eine sogenannte Bezahlkarte für Asylbewerber einzuführen, geht die FDP nun ebenfalls in die Offensive und kündigt an, schon zur kommenden Sitzung des Sozialausschusses Anfang März einen entsprechenden Antrag einzubringen. „Bezahlkarten ermöglichen den Nutzern eine Vereinfachung und der Verwaltung den Abbau von Bürokratie gegenüber dem bisherigen Umgang mit Bargeld“, sagte jetzt der Fraktionschef der Liberalen im Stadtrat, Jürgen Albermann, der den Vorstoß noch mit einem weiteren Argument begründete. Denn durch eine Karte werde gleichzeitig sichergestellt, „dass Überweisungen ins Heimatland oder die Bezahlung von Schleppern weitgehend verhindert“ würden, so Albermann.