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Stadt Solingen beantragt Fördermittel für Sportplatzbau

Höher Heide : Solingen hofft auf Finanzhilfen beim Sportplatzbau

Zurzeit läuft ein Antrag auf Bundesmittel. 2019 soll Baustart für den Sportplatz sowie den Freizeitpark Aufderhöhe gleich nebenan sein.

Die Pläne für den Bau eines neuen Sportplatzes im Solinger Westen werden immer konkreter – und mit ihnen die Erfüllung eines seit langem gehegten Traums. Denn sollte in den kommenden Wochen alles wie vorgesehen laufen, dürften an der Höher Heide sowie im benachbarten Josefstal im nächsten Jahr die Bagger sowohl für einen Kunstrasenplatz, als auch für den ­zukünftigen Freizeitpark Aufderhöhe rollen.

Wobei im Rathaus augenblicklich gespannte Erwartung vorherrscht, da sich die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung Hoffnung machen, bei der Realisierung des Sportplatzes in den Genuss zusätzlicher Geldmittel zu gelangen. So hat die Stadt einen Antrag beim Bund zur finanziellen Förderung der Sportanlage gestellt, die als Ersatz für den alten Kunstrasenplatz am einstigen Union-Stadion in Ohligs vorgesehen ist und deren Baukosten mit rund 1,8 Millionen Euro veranschlagt werden.

Zwar war bereits im Jahr 2013 per Ratsbeschluss festgelegt worden, dass die notwendigen Mittel aus dem Verkaufserlös des inzwischen abgerissenen Stadions fließen sollen. Und diese Gelder sind zwischenzeitlich im Haushalt eingestellt. Allerdings befindet sich Solingen nach wie vor in einer etattechnischen Notlage – weswegen die zuständigen Mitarbeiter der Kämmerei jeden zusätzlichen Euro gerne annehmen.

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Wie hoch die Bundesförderung für den Platz Höher Heide II – sollte sie denn kommen – am Ende ausfällt, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass die entscheidende Mitteilung spätestens in einigen Wochen im Rathaus eintreffen wird. „Vielleicht erhalten wir den Bescheid noch im Oktober“, sagte eine Stadtsprecherin am Donnerstag, die parallel das danach folgende Procedere schilderte.

Beispielsweise muss vor dem Baustart eine Ausschreibung erfolgen, derweil die mit der Planung befassten Beamten nach wie vor in Kontakt mit Anwohnern stehen. So soll Ärger schon im Vorfeld ausgeräumt werden, nachdem der Bau der Sportanlage an der Höher Heide, vor allem aber auch die Umwandlung des alten Freibades Aufderhöhe zum besagten Freizeitpark im Josefstal über Jahre die Gemüter erregt hatten. „Die Gespräche sind vertrauensvoll und konstruktiv“, betonte die Rathaus-Sprecherin.

Joachim Buchmüller vom Förderverein Freizeitpark Aufderhöhe ist jedenfalls optimistisch, bald loszulegen. Vergangene Woche waren er und Mitstreiter zuletzt bei einem Treffen im Rathaus.

Dabei wurden einmal mehr wichtige Unterlagen eingereicht, die nun als Basis für eine Vorlage der Verwaltung dienen. Diese soll  noch im laufenden Jahr in die entsprechenden Gremien Bezirksvertretung, Planungsausschuss sowie Rat eingebracht werden.

Im Anschluss an eine politische Entscheidung wandert die ganze Angelegenheit dann zur Bezirksregierung, die eine Zustimmung zur Änderung des Flächennutzungsplans zu erteilen hat. Bei der Stadt gehen die mit dem Fall betrauten Sachbearbeiter davon aus, dass dies weitere Monate in Anspruch nehmen wird, so dass momentan mit einem Baustart nicht vor Mai 2019 kalkuliert wird.

Inwieweit zu diesem Zeitpunkt überdies die Arbeiten am Sportplatz beginnen, bleibt hingegen offen. Klar ist nur, dass die Anlage nach dem Dafürhalten der Politik kommen muss. „Der Solinger Sport braucht den Kunstrasenplatz“, unterstrich jetzt beispielsweise noch einmal der Chef des Sportausschusses, Ernst Lauterjung (SPD).

Unterstützung erhielt der Sozialdemokrat in diesem Zusammenhang durch CDU-Mann Bernd Krebs. „Wir stehen bei den Vereinen wie dem 1. FC Solingen im Wort“, machte der Vorsitzende des Planungsausschusses am Donnerstag deutlich. Der Club sowie ein weiterer Verein waren bis Mitte dieses Jahres am Hermann-Löns-Weg beheimatet gewesen und sind zurzeit auf andere Sportplätze im Stadtgebiet ausgewichen.

Mittelfristig soll es indes zur Höher Heide gehen, die geraume Zeit – unter anderem aus Umweltschutzaspekten – als Sportplatz-Standort nicht unumstritten gewesen war. „Diesbezüglich sind aber, denkt man an die Zuwegung, gute Kompromisse erzielt worden“, versicherte Bernd Krebs.