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Solingen: Staatsanwalt sichtet Verfahren

Solingen : Staatsanwalt sichtet Verfahren

Es wird einige Wochen dauern, bis die Wuppertaler Staatsanwaltschaft die 81 Verfahren gesichtet hat, die nach den gewalttätigen Ausschreitungen der Salafisten am 1. Mai aktenkundig wurden.

"In wie vielen Fällen es zu Strafverfahren kommen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgesehen werden", sagt Wolf-Tilman Baumert von der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. In 81 Fällen waren die Personalien von Teilnehmern der Salafisten-Kundgebung aufgenommen worden, nachdem es zu Übergriffen auf Polizeibeamte gekommen war.

Alle 81 Männer sind nach Feststellung ihrer Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Es bestand nach Angaben von Baumert in keinem Fall Anlass, einen Haftbefehl zu beantragen. Untersuchungshaft werde nur angeordnet, wenn zum Beispiel Flucht- oder Verdunklungsgefahr besteht, die Tatverdächtigen keinen festen Wohnsitz haben oder es sich um besonders schwere Straftaten handelt.

Die jetzt bei der Polizei aktenkundigen Salafisten waren zu einem großen Teil deutsche Staatsbürger, alle hatten einen festen Wohnsitz. Sie waren aus dem gesamten Bundesgebiet zum 1. Mai nach Solingen gekommen, unter anderem aus Düsseldorf, Offenbach, Köln, Ingolstadt, Hamburg und Meckenheim. Neben Deutschen befanden sich auch ein Afghane, Türken und Iraker unter den Festgenommenen.

(RP/rl)