St. Lukas Klinik in Solingen: Hilfe im Kampf gegen das Sodbrennen

St. Lukas Klinik : Hilfe im Kampf gegen Sodbrennen

Der Förderverein St. Lukas unterstützt das Ohligser Refluxzentrum.

Wenn saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt und die Schleimhaut reizt, ist das für die Betroffenen nicht nur unangenehm – sondern auf Dauer auch gefährlich: Denn die weit verbreitete Refluxkrankheit kann unbehandelt Verengungen der Speiseröhre nach sich ziehen, Zähne schädigen und das Krebsrisiko erhöhen.

„20 Prozent der Asthma-Patienten haben ihre Krankheit durch einen Reflux“, schildert Dr. Markus Meibert, Chefarzt der Chirurgie an der St. Lukas Klinik, eine weitere Komplikation des mit Sodbrennen verbundenen Leidens. Wer damit chronisch zu kämpfen hat, behilft sich oft mit Protonenpumpenhemmern wie Omeprazol.

Doch auch deren Einnahme ist nicht frei von Risiken – und reicht in manchen Fällen einfach nicht aus: Dann ist eine minimal-invasive Operation das Mittel der Wahl, die der Speiseröhre ihre Spannung zurückgeben und den Rückfluss von Säure verhindern soll. In diesem Bereich sei die St. Lukas Klinik überregional eine zentrale Anlaufstelle, betont Meibert. Unter 80 Patienten pro Jahr, die sich dem Eingriff unterzögen, seien immer wieder auch Betroffene aus anderen Gegenden, die sich im Internet über Behandlungsmöglichkeiten informiert hätten.

Doch zu einer richtigen Therapie braucht es auch die modernste Diagnostik: An diesem Punkt hat jetzt der Förderverein St. Lukas dem Haus unter die Arme gegriffen – und unterstützt mit einem Betrag von über 47.000 Euro die Anschaffung der kombinierten hochauflösenden Manometrie und Impedanz/pH-Metrie. Die Verfahren können unter anderem den Druck innerhalb der Speiseröhre und sauren Mageninhalt nachweisen. „Wir können jetzt Dinge sehen, die wir früher nie gesehen haben“, erklärt Dr. Gia Phuong Nguyen, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin, Gastroenterologie und Kardiologie. Fragen, die zuvor offen geblieben seien, könne man jetzt vor Ort beantworten.

Für den 1993 gegründeten Förderverein St. Lukas, der das Krankenhaus und das gleichnamige Pflegeheim an der Schwanenstraße unterstützt, ist es eine von vielen Hilfsmaßnahmen: So finanzierte er unter anderem ein Ultraschallgerät für die akute Versorgung von Schlaganfall-patienten, einen 3D-Drucker zur Vorbereitung von Operationen sowie Ausflüge, Literatur- und Musikkreise für die Bewohner.