St. Joseph in Solingen-Ohligs wird saniert

Aus den Gemeinden : St. Joseph: Erster Bauabschnitt fast fertig

Die Dachstuhlarbeiten an der Ohligser Kirche laufen nach Plan und sollen bis zum Winter abgeschlossen sein.

Noch zwei Wochen, dann soll die Westseite der Kirche St. Joseph wieder neu mit Schiefer eingedeckt sein. Mit der Baustelle und Gerüsten müssen die Besucher des Gotteshauses allerdings weiterhin leben: „Die Maßnahme läuft in drei Abschnitten“, erklärt Architekt Gerhard Pfeil. Für die neue Eindeckung des östlichen Hauptschiffes veranschlagt er noch einmal vier Wochen, für den letzten Teil, die schwierigeren Arbeiten auf dem verwinkelten Dachstück über dem Altar sogar sechs bis acht Wochen.

Begonnen hatten die unumgänglichen und schon ab 2017 geplanten Renovierungsarbeiten im Frühsommer. Die fünfstelligen Baukosten trägt fast ausschließlich das Erzbistum Köln. Neben der neuen Eindeckung gilt es dabei auch, neue Dachrinnen und Bleianschlüsse zu verlegen. Insgesamt 1300 Quadratmeter Schieferdachfläche müssen erneuert werden. Manche Schäden am Mauerwerk würden zudem erst im Zuge der Arbeiten erkennbar, sagt Pfeil. Die Dachschalung sei aber in Ordnung. Entsprechend liefen die Arbeiten nach Plan.

Naturgemäß mit Unannehmlichkeiten verbunden sind Bauarbeiten wie diese für die Besucher: So sind seit Mitte Mai die Parkplätze rund um das Gotteshaus gesperrt. Kritische Nachfragen gingen seitdem bei der katholischen Pfarrgemeinde St. Sebastian ein: Warum denn der Parkraum auf beiden Seiten der Kirche gesperrt sei, obwohl das „Ohligser Wahrzeichen“ stets nur auf einer Seite eingerüstet sei, wollten Bürger wissen. Eine mögliche Gefährdung durch herabfallende Ziegel oder Nägel wolle man großflächig ausschließen, betont Pfeil. Gottesdienste oder andere kirchliche Veranstaltungen seien aber durch die Arbeiten nicht gestört. Die Haupteingänge und der Notausgang sind frei. Eltern, die ihren Nachwuchs demnächst wieder vom benachbarten Kindergarten abholen wollen, kommen ohnehin über den Ammerweg oder den Friedhof unterhalb der Kirche an das Gebäude heran.

Gesperrt sind derzeit die Parkplätze an der Kirche. Foto: Alexander Riedel

Wenn die Weihnachtsfeiertage vor der Tür stehen – und die Kirche klassischerweise ihre größten Besucherströme erfährt – sollen die Steildacharbeiten erledigt sein. „Das ist aber natürlich stark wetterabhängig“, betont Pfeil. Als letztes steht noch die Sanierung des Flachdaches der Sakristei mitsamt Wärmedämmung an. „Das geht allerdings erst, wenn das Gerüst weg ist“, erklärt der Architekt. Als alternative Parkmöglichkeiten weist die Pfarrgemeinde auf die Plätze an Pfarrheim und Pfarrhaus an der Hackhauser Straße hin.

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