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Solingen: Sprechstunde der Seelsorger

Solingen : Sprechstunde der Seelsorger

Ab Anfang November bieten die Seelsorger des Pfarrverbandes MiNor einmal wöchentlich eine Sprechstunde an. Sie wollen so noch engeren Kontakt zu den Menschen der Stadt knüpfen.

Der Austausch mit den Gemeindemitgliedern und den Menschen der Stadt ist den Seelsorgern des Pfarrverbandes Mitte-Nord (MiNor) wichtig. "Wir wollen den Kontakt zu uns so einfach wie möglich gestalten", betont MiNor-Pfarrer und Stadtdechant Bernhard Dobelke. Deshalb hat der Pfarrverband ein besonderes Angebot ins Leben gerufen: Ab Donnerstag, 3. November, gibt es eine Sprechstunde der Seelsorger.

Jede Woche steht ein anderer Seelsorger aus MiNor für die Fragen, Anregungen und Kritik der Sprechstundenbesucher zur Verfügung. Den Anfang macht in der nächsten Woche Pater Joy Manjaly. "Natürlich gab es auch vorher schon die Möglichkeit, mit den Seelsorgern Kontakt aufzunehmen, doch wir hatten den Verdacht, dass viele Menschen nicht wissen, wie sie uns erreichen können, Hemmungen haben, auf uns zuzukommen oder sich scheuen, auf die oft geschalteten Anrufbeantworter zu sprechen", sagt Bernhard Dobelke.

Ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht in einer extra dafür eingerichteten Sprechstunde vermittle viel deutlicher, problemlos als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Dobelke und seine Kollegen freuen sich auf die Sprechstunden an jedem Donnerstag: "Wir sind gespannt, mit welchen Anliegen die Menschen zu uns kommen, denn wir sind ein Teil der Gemeinde und stehen nicht abgehoben über ihr."

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Alles darf zur Sprache kommen

Natürlich dürfe in der Sprechstunde alles zur Sprache kommen, was den Besuchern wichtig ist. Egal ob persönliche Fragen, Probleme, Diskussionspunkte, Anregungen oder Kritik - es gibt keinen vorgegebenen Rahmen. Pfarrer Bernhard Dobelke sieht dabei die Vorteile der Sprechstunde nicht nur auf der Seite derjenigen, die dort einen Termin wahrnehmen.

"Im Gegenteil, wir sind fest davon überzeugt, durch die Gespräche mit den Menschen viele Impulse für unsere seelsorgerische Arbeit zu erhalten", so der Stadtdechant. Selbstverständlich dürfe jeder Sprechstundenbesucher auch mehrmals wiederkommen. "Wir fänden es sogar gut, wenn sich ein fortwährender Dialog entspinnen würde", fordert er die Solinger auf und lädt auch Menschen ein, die nicht den MiNor-Gemeinden oder überhaupt einer Konfession angehören. "Wir möchten zeigen, dass Gemeindearbeit am besten funktioniert, wenn jeder sich einbringen kann und seine Interessen verwirklicht findet."

Noch ist die Sprechstunde im Pfarrverband ein Pilotprojekt: "Wir schauen zunächst, ob und wie dieses Angebot angenommen wird, um dann unter Umständen noch gezielter auf die Wünsche der Gemeindemitglieder im Kontakt zu ihren Seelsorgern eingehen zu können."

(pbm)