Baseball: Zwei Siege zum Nord-Titel

Baseball : Zwei Siege zum Nord-Titel

Gegen die Paderborn Untouchables stehen die Solingen Alligators unter Druck. Der Baseball-Bundesligist benötigt im Prestige-Duell einen Doppelsieg, um noch eine Chance auf die beste Ausgangssituation für die Playoffs zu haben.

André Hughes strotzt vor Selbstbewusstsein. Der Werfer der Alligators hat in dieser Saison zehn Mal gewonnen, ohne sich dabei eine Niederlage zu leisten. Überhaupt haben die Solinger Baseballer noch nicht eine erste Partie, in der ausschließlich deutsche Pitcher zum Einsatz kommen dürfen, abgegeben. Das soll sich auch morgen nicht ändern, denn Hughes ist auf Rekordkurs. Seine Karriere-Bestmarke liegt bei elf Siegen. Mit einem weiteren gegen die Paderborn Untouchables sowie im Nachholspiel gegen die Cologne Cardinals würde der Nationalspieler erstmals zwölffach als Sieger vom Feld schreiten.

Trotzdem geht es für die Alligators im Prestigeduell gegen die Untouchables noch um viel mehr. Nur mit zwei Siegen könnten sich die Solinger noch Hoffnung auf den Gewinn der Nord-Meisterschaft machen. Derzeit führen die Paderborner die Tabelle mit zwei Siegen Vorsprung an. Die Alligators sind also in Zugzwang. "Wenn André vor den Playoffs noch verliert, dann passiert es am ehesten gegen Paderborn", weiß Norman Eberhardt. Doch der Alligators-Trainer ist sich sicher, dass Hughes erneut eine starke Leistung zeigen wird und es die Paderborner schwer haben werden. Das Hinspiel hat der Solinger Werfer bereits für sich entscheiden können, obwohl Paderborn mit Eugen Heilmann ebenfalls einen der Besten in Deutschland entgegengesetzt hatte. "Sie werden Heilmann wieder bringen müssen, sonst werden sie sicher nicht gewinnen", verspricht Eberhardt.

So gut die Solinger Karten im ersten Spiel sind, so mäßig sind sie in der zweiten Partie. Fünf Niederlagen in den Duellen, in den ausländische Werfer zum Einsatz kommen dürfen, stehen in dieser Saison bereits zu Buche. Und die meisten waren sehr frustrierend. Fast immer hatten die Alligators ihre Chancen, vergaben diese aber und verloren knapp. Auch die Untouchables haben beim ersten Aufeinandertreffen das zweite Duell des Tages für sich entschieden. "Ich habe darüber nachgedacht, ob ich meiner Offensive diese Niederlagen in die Schuhe schieben muss, oder ob mein Werfer den größeren Anteil daran hat", erläutert Eberhardt und verkündet das Ergebnis: "Es ist die Offensive". Der Coach stärkt damit den Rücken von Shelby Robertson, der auf dem Wurfhügel nicht immer überragend aussieht. "Aber er hat sich in die Partien hineingebissen, während es in der Offensive versäumt wurde, die Chancen zu nutzen."

Einen besseren Start erwischen

Am vergangenen Wochenende zum Beispiel lagen die Solinger schnell 0:4 hinten, schafften es aber trotz mehrfach geladener Bases nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen. "Shelby Robertson aber hat nach dem schlechten ersten Inning im weiteren Verlauf keine weiteren Punkte mehr zugelassen." Dennoch hofft der Coach, dass Robertson diesmal einen besseren Start erwischt. Gegen Paderborns Brian Fields wird es schließlich richtig schwer. Gerade 19 Punkte hat der Werfer in der gesamten bisherigen Saison zugelassen. "Wir müssen aggressiv sein. Anders haben wir keine Chance", weiß Eberhardt, der deshalb auch seiner schlagkräftigsten Aufstellung vertraut. Das bedeutet, dass Lars Szameitpreuss zunächst auf der Bank Platz nehmen muss.

(trd)
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