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Fußball: Zeit für Veränderungen

Fußball : Zeit für Veränderungen

Nach dem endgültigen Abschied des kompletten Jugendvorstandes des Fußball-Verbandsligisten Union Solingen ist nun der Weg frei für die Umsetzung des neuen Jugendkonzeptes. Deshalb wird Frank Zilles, Trainer und Sportlicher Leiter, kurzfristig Gespräche mit allen Trainern führen.

Die Überraschung steckte in einer Klarsichthülle in einem der Ordner, die Christian Werth nach der Sitzung der Jugendabteilung vom zurückgetretenen Jugendvorstand übergeben bekommen hatte. „In der Klarsichthülle steckten die schriftlichen Vereinsaustritte aller Ex-Mitglieder des Vorstandes“, erzählt der Vorsitzende von Union Solingen. Also von Jugendleiter Rüdiger Niederberger, Geschäftsführerin Elisabeth Geueke, Schatzmeister Andreas Neuhaus sowie Frank Götz-Gürke (Spielbetrieb).

Bis zur Wahl eines neuen Jugendvorstandes hat jetzt der Hauptvorstand kommissarisch die Geschäfte der Nachwuchsabteilung übernommen. In Person von Uwe Zindel, der dem erweiterten Vorstand des Hauptvereins angehört. „Und für den Spielbetrieb wird Geschäftsführer Christian Deutzmann zuständig sein“, sagt Werth. Zindel ist auch erster Kandidat bei der Besetzung des neuen Jugendvorstandes, wie der Vorsitzende erläutert. „Er wäre der richtige Mann für die Übergangszeit.“ Anschließend wünscht sich Werth allerdings einen Vorsitzenden für die Nachwuchsabteilung, „der näher an der Jugend dran ist“.

Durch den Vereinsaustritt des kompletten Jugendvorstandes ist jetzt der Weg frei geworden für das neue Jugendkonzept der Union. „Es wird nun Aufgabe von Frank Zilles als Sportlicher Leiter sein, dieses Konzept in die Praxis umzusetzen.“ Genau dieses Konzept war es, welches die laut Satzung selbstständig agierende Jugend als Einmischung in ihre inneren Angelegenheit empfunden und abgelehnt hatte.

„Ich werde jetzt kurzfristig versuchen, mit allen Trainern Gespräche zu führen“, erklärt Zilles. Die Umsetzung des allen Trainern bekannten Konzeptes solle im Dialog geschehen. „Wir wollen sie ins Boot holen und nicht von oben herab bestimmen, was geschehen soll.“ So sei der Hauptvorstand dann auch bereit, einen Passus des Konzeptes abzumildern. So wird in Zukunft nicht Zilles alleine über Einstellung und Entlassung von Jugendtrainern entscheiden, sondern ein Gremium. Dies wird sich zusammensetzen aus einem Mitglied des noch zu wählenden Jugendvorstandes, einem Mitglied des Hauptvorstandes sowie Frank Zilles als dem Sportlichen Leiter.

Eine neue Struktur

Auch über eine neue Struktur der Jugendabteilung hat sich der Hauptvorstand bereits Gedanken gemacht. „Ich denke, dass ein dreiköpfiger Vorstand völlig ausreicht. Dafür werden wir aber einen Elternbeirat gründen, damit die Eltern unserer Nachwuchsspieler mehr Einflussmöglichkeit erhalten“, erklärt Werth.

(RP)