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Fechten: WMTV-Frauenteam überrascht mit Bronze

Fechten : WMTV-Frauenteam überrascht mit Bronze

Der Wald-Merscheider TV richtete für den Fechterbund in der Halle Wittkulle die Deutschen Meisterschaften im Degenfechten aus.

Für eine faustdicke Überraschung hat das Frauen-Team des Wald-Merscheider TV gestern bei den Deutschen Meisterschaften im Degenfechten in der Halle Wittkulle in Wald gesorgt. Jana-Charlotte Göhner, Jana Reimer, Stephanie Suhrbier und Kim Treudt-Gösser holten sich im Mannschaftswettbewerb die Bronzemedaille. Nachdem das Solinger Quartett im Halbfinale gegen den Heidenheimer SB mit 38:45 den Sprung ins Finale verpasst hatte, sicherten sich die WMTV-Degenfechterinnen im Platzierungsgefecht gegen den SC Berlin durch einen deutlichen 45:31-Erfolg den dritten Rang. Den DM-Titel gewann die Mannschaft von Heidenheim durch ein 35:34 gegen den TSV Bayer Leverkusen.

Bei den Männern siegte das Team des Heidenheimer SB, das sich im Finale mit 45:27 gegen den FC Tauberbischofsheim durchsetzte. Im kleinen Finale um Rang drei sicherte sich der TSV Bayer Leverkusen mit den beiden Solingern Falk Spautz und Tim Kuchalski durch einen 45:31-Erfolg über den FC Offenbach den Bronzerang. Das Herren-Team des WMTV mit Raphael Steinberger, David Schube und Max Busch scheiterte im Achtelfinale mit 37:45 am FC Leipzig - was für die Solinger in der Endabrechnung Platz 13 bedeutete.

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Am ersten Tag der vom WMTV für den Deutschen Fechterbund ausgerichteten Meisterschaften standen die Einzelwettbewerbe auf dem Programm. Auch hier gab es eine kleine Überraschung, denn Annika Seher, die auf Grund ihres Medizin-Studiums in Münster nur noch zweimal die Woche trainieren kann, schaffte den Sprung ins Achtelfinale. Das gelang außer ihr nur noch ihrer Vereinskollegin Stephanie Suhrbier. Denn Kim Treudt-Gösser war in der Runde der letzten 32 gegen Julia Kirschen (SC Berlin), der sechsten der aktuellen deutschen Rangliste, Jana Reimer im internen WMTV-Duell gegen Annika Seher ausgeschieden.

"Da ich auf der Ersatzliste stand, war ich um sieben Uhr in der Halle. Um zehn vor Acht habe ich dann erfahren, das ich starten kann", zeigte sich Seher trotzdem sehr zufrieden mit ihrem Auftritt. "So ein Ergebnis motiviert mich natürlich für die Zukunft. Und gegen Imke Duplitzer kann man verlieren", kommentierte die 21-Jährige ihre Niederlage im Achtelfinale gegen die zweifache Europa- und Vizeweltmeisterin. "Es ging viel über den Willen, aber am Ende hat mir auch etwas die Kraft gefehlt", betonte Seher ihre persönliche Prioritätenrangliste: "Auch wenn ich den Fechtsport nicht aufgeben möchte, derzeit geht das Studium einfach vor."

Bei der Männer-Konkurrenz überraschte der an Nummer eins gesetzte Jörg Fiedler (FC Leipzig) - allerdings in negativer Hinsicht. Denn bereits in seinem zweiten Gefecht in der K.o.-Runde kam für den Europameister das Aus. Fiedler unterlag Felix Eichler (OSC Potsdam) mit 11:15.

Auch für die Solinger Lokalmatadoren lief die DM nicht optimal. In der Runde der letzten 32 mussten Raphael Steinberger (10:15 gegen Robert Schmier/Heidelberg) und Tim Kuchalski (9:15 gegen Rudolf Haller/Leipzig) die Segel streichen. Etwas besser lief es für Falk Spautz. Doch nach Siegen gegen den Bremer Jens Pursche (15:2) und Florian Gerlach (15:10/Potsdam) unterlag er im Achtelfinale gegen seinen Teamkollegen Lukas Bellmann mit 2:4. Es war ein ereignisloser Abschied des Solingers aus dem Turnier, denn der Kampf war von der Passivität der Fechter geprägt - was auch das Ergebnis mit der sehr geringen Trefferzahl deutlich macht.

(RP)