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Volleyball: Windscheif und Walkenhorst vor ihrer Premiere

Volleyball : Windscheif und Walkenhorst vor ihrer Premiere

Der erste Titel auf der Beachvolleyball-World Tour ist noch ohne Stefan Windscheif und Alexander Walkenhorst vergeben worden. Das Turnier in Fouzhou (China) gehört zu den beiden einzigen Wettbewerben der Saison, bei denen die Zweitliga-Akteure der Solingen Volleys vom Verband nicht vorgesehen sind. Gefehlt hat auch Julius Brink, der sich nach seiner hartnäckigen Oberschenkel-Verletzung aus dem Sommer des vergangenen Jahres erneut einer Operation unterziehen musste. Der Olympiasieger spekuliert darauf, mit seinem neuen Partner Armin Dollinger am 18. Juni beim Grand Slam in Berlin wieder einzusteigen.

Windscheif / Walkenhorst fiebern indes ihrer Premiere entgegen. Das Nationalteam tritt in dieser Woche in Schanghai an und wird bei der Asien-Reise von Stefan Hübner begleitet. Der Solinger Vereinscoach gehört auch im Sand zum Trainer-Team. "Wir sind sehr froh, dass es nun endlich losgeht", sagt Alexander Walkenhorst. "Trainingslager sind zwar schön, Turniere sind aber immer noch am schönsten." Unter anderem hatte sich das Duo in der Türkei und in Ägypten vorbereitet. In Hurghada zählten die Weltranglisten-Ersten Aleksandrs Samoilovs und Janis Smedins (Lettland) zu den Trainingspartnern. "Das waren ideale Bedingungen." Den letzten Schliff aber holten sich die U 23-Europameister von 2009 zuletzt in der Heimat. "Die Woche über haben wir mit lokalen Teams brav trainiert - nach auskurierten kleineren Verletzungen sogar mal wieder zusammen." Nun fühlen sich Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif fit genug für den ersten gemeinsamen Auftritt.

Nie zuvor gab es auf der Welttour so viel zu verdienen wie in diesem Jahr. Mit umgerechnet 7,3 Millionen Euro sind die zehn Grand Slams und die elf Open-Turniere weltweit dotiert. Im Vorjahr hatten der Volleyball-Weltverband FIVB und die Turnier-Veranstalter 4,6 Millionen Euro ausgeschüttet. Deutschland schickt sieben Nationalteams in die Sand-Saison. Im Vorjahr waren es noch fünf Vorzeige-Duos gewesen. Die Erhöhung löste nicht nur Freude aus, denn Zuwendungen des Verbandes für Reise- und Trainerkosten werden insgesamt kaum höher, müssen aber jetzt durch sieben geteilt werden.

(gra / dpa)