Lokalsport: Weite Anreise für die Löwen-Fans

Lokalsport: Weite Anreise für die Löwen-Fans

"Ganz ehrlich", meinte Fabian Gutbrod nach dem 28:21-Erfolg seines Bergischen HC, "das Spiel war zur Halbzeit schon entschieden." So fand es der 29-Jährige nicht dramatisch, dass der 16:8-Pausenvorsprung in der BallsportArena lediglich verwaltet wurde.

Das sah Trainer Sebastian Hinze ähnlich. "Grundsätzlich finde ich es okay, das Tempospiel dann ein wenig herauszunehmen. Nur wäre es natürlich schön gewesen, noch etwas mehr Effizienz im Angriff zu haben." Die Löwen vergaben in der zweiten Hälfte zwei Siebenmeter sowie klare Chancen durch Milan Kotrc und Maciej Majdzinski. Spannend wurde es dadurch freilich trotzdem nicht.

Das lag an einer starken, fast überragenden ersten Hälfte. "Wir sind mit der 5:1-Abwehr in eine sehr gute Phase gekommen, um schnell klar in Führung zu gehen", schaute Hinze zurück und lobte: "Ich bin extrem stolz auf die Jungs. Das war ein sehr gelungener Abschluss unseres hervorragenden Jahres." Besonders gefreut hat sich der Coach über die vielen Fans, die die etwa 570 Kilometer lange Tour nach Dresden auf sich genommen hatten und während der gesamten Partie laut zu hören waren.

Nicht gefallen hat den Löwen lediglich der Hallenboden. Das Spezialglas hat bei den Handballern einige Blessuren hinterlassen. Gutbrod war selbst auf den Ellbogen geknallt, gab nach dem Spiel aber Entwarnung. Tomas Babak könnte sich schwerer verletzt haben. "Und es sitzen vier oder fünf Spieler in der Kabine, die starke Schürfwunden haben, die es bei einem normalen Boden in dieser Form nicht gibt", berichtet Gutbrod. Der 1,99 große Rückraumspieler fragt sich, warum man sich für eine solche Lösung entschieden hat. "Ich sehe keine Vorteile und hoffe, dass wir nicht so bald wiederkommen."

Dafür sprechen 38:2-Punkte und eine abermals starke Leistung, die auch Elbflorenz-Trainer Christian Pohler anerkannte: "Der BHC war heute schwer zu schlagen".

(trd)