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Wasserball: Wasserballer kämpfen um den sportlichen Aufstieg

Wasserball : Wasserballer kämpfen um den sportlichen Aufstieg

In Leimen hat die SGW Solingen / Wuppertal die Chance, den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Die Vorbereitung verlief mäßig.

Tim Focke hat es immer gesagt. Der Aufstieg in die Bundesliga käme für die SGW Solingen / Wuppertal zu früh. "Wir sind mit unserer Nachwuchsarbeit noch nicht so weit, um den Sprung zu machen", erläutert der Trainer. "Es sei denn, es findet sich ein solventer Sponsor. Dann könnten wir uns entsprechend verstärken." Trotzdem werden die Wasserballer beim morgigen Aufstiegsturnier in Leimen alles geben, um die sportliche Qualifikation zu schaffen. "Wir hätten danach bis Ende Juli Zeit, um für die Bundesliga zu melden. Vielleicht tut sich ja noch was."

Besonders gut vorbereitet ist die Startgemeinschaft jedoch nicht. "Wir haben nur noch zwei Mal in der Woche trainiert", sagt der Coach. Außerdem fehlen neben einigen Nachwuchsspielern auch Kapitän Daniel Junker und Heiko Hindrichs. "Der Rest wird aber dabei sein. Und ich bin mir sicher, dass wir eine gute Rolle spielen können." Eigentlich wären vier Mannschaften bei der Veranstaltung dabei. Doch die SG Waba Brandenburg hat ihre Teilnahme abgesagt, so dass die Solinger nur noch gegen die Spvg. Laatzen und die SGW Leimen/Mannheim antreten müssen. Sollten die Bergischen den ersten oder zweiten Platz schaffen, hätten sie sich das Aufstiegsrecht erkämpft.

"Alleine die Lizenzkriterien würden bei uns erhebliche Mehrkosten verursachen", erklärt Tim Focke. Zum Beispiel ist eine elektronische Zeitmessung nötig. Langfristig wollen die Wasserballer nach oben. "Nur wäre es ein erhebliche Dämpfer für die Motivation, jedes Mal mit Pauken und Trompeten unterzugehen." Der Unterschied zwischen Zweiter und Erster Liga sei enorm. "Und innerhalb des Oberhauses gibt es noch mal vier unterschiedliche Stärken. Würden wir gegen ein echtes Spitzenteam mit unserer jetzigen Mannschaft antreten, müssten wir froh sein, wenn wir ein Tor erzielen und nicht gleichzeitig 30 kassieren."

Zu seiner persönlichen Zukunft bei der Startgemeinschaft möchte sich Tim Focke konkret erst nach Saisonende äußern. "Grundsätzlich will ich den Weg mit der Mannschaft weitergehen", meint der Coach. "Aber es geht natürlich auch um meine eigene Weiterentwicklung. Warten wir es ab." Morgen stellt sich Focke freilich völlig in den Dienst der SGW. Er wird sogar seine Badehose einpacken. "Wenn Not am Mann ist, gehe ich auch selbst ins Wasser", sagt der Trainer.

(trd)