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Tennis: Warum Granollers-Pujol im Einzel nicht spielen durfte

Tennis : Warum Granollers-Pujol im Einzel nicht spielen durfte

15 Minuten vor dem offiziellen Spielbeginn müssen die Teamchefs bekannt geben, welche Spieler die vier Einzel bestreiten sollen. So sieht es die Ausschreibung vor. Unruhig wurden Teamchef Robert Orlik und Vorsitzender Kurt-Reiner Witte, als um 10.47 Uhr immer noch keine Meldung des TC Blau-Weiß Neuss vorlag. Der Grund für den Versuch des Zeitschindens war die Verspätung von Marcel Granollers-Pujols, der sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf der Anlage befand.

Der Spanier war erst am frühen Morgen später als geplant am Flughafen von Amsterdam gelandet, hatte dann auch noch lange auf sein Gepäck warten müssen. Das Tempolimit und der dichte Verkehr in den Niederlanden machte den Transfer nach Neuss zu einem Nervenspiel, das der Shuttle-Dienst nicht erfolgreich bewältigte. Fünf Minuten nach Abgabe der Meldung, also um 10.52 Uhr, war Granollers-Pujal anwesend – zu spät, um noch berücksichtigt zu werden. Des einen Pech war des anderen Glück. Weil die Nummer 52 der Weltrangliste nicht an Position eins spielen durfte, rückten die weiteren Tennisprofis in Diensten der Gastgeber gezwungenermaßen auf und Ersatzmann Raphael Özelli ins Team.

Für zwei Solinger war diese Rotation ein Glücksfall. Gero Kretschmer ging an Position vier auf einmal als Favorit in sein Match, in dem er im ersten Satz jedoch einige Mühe hatte. Sogar ein Break hatte der 23-Jährige gegen Özelli kassiert (3:4), ehe er gleich im Anschluss dessen Aufschlagspiel zu Null abnahm. Im Tiebreak spielte sich Kretschmer nach einer schnellen 5:1-Führung dann frei, um den Folgesatz ohne Mühe mit 6:0 für sich zu entscheiden.

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Angstgegner Clinton Thomson

Und auch Clinton Thomson hatte ein gutes Gefühl, als er hörte, dass er im dritten Einzel gegen Andreas Haider-Maurer spielen sollte. „Zum einen habe ich gegen ihn eine positive Bilanz. Zum anderen weiß ich, dass er gar nicht gerne gegen mich spielt, wenn ich einen guten Tag habe“, sagte der Solinger, der wie schon zum Saisonauftakt den Platz als Sieger verließ. In einem Tenniskrimi gewann Thomson gegen den Österreicher mit 6:7 (5), 6:4 und 15:13.

Clinton Thomson war – wie schon am Freitag beim Sieg gegen Haider-Maurers Landsmann Jürgen Melzer – furios in den ersten Satz gestartet. 4:1 führte der 23-Jährige, der seinen Gegner dominierte und beherrschte, als der Faden riss. Drei Spiele in Folge gab der Deutsch-Australier ab, rettete sich jedoch in den Tiebreak, den er knapp mit 5:7 verlor. Dafür hatte Thomson im Champions-Tiebreak das Glück auf seiner Seite: zwei Matchbälle abgewehrt, selbst den dritten zum 15:13 verwandelt.

(RP)