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Fußball: Vorstand will jetzt handeln

Fußball : Vorstand will jetzt handeln

Eine Notelf musste Union-Trainer Jörg Dresen gestern gegen Schwarz-Weiß Essen auf den Platz schicken. Die Mannschaft gab kämpferisch zwar alles, aber gegen die cleveren Gäste reichte dies nicht für einen Punktgewinn.

Während Interimstrainer Jörg Dresen nach dem 0:2 gegen Schwarz-Weiß Essen – wie nicht anders zu erwarten war – die im Abstiegskampf allseits bekannten Durchhalteparolen und Allgemeinplätze verkündete, wurden nach der Pressekonferenz im VIP-Raum deutlichere Worte gesprochen. „Wir müssen jetzt handeln“, kündigte Union-Vize Peter Deutzmann für diese Woche Veränderungen an. „Ab Dienstag wird mit Harry Janke ein Ausdauer- und Koordinations-Trainer seine Tätigkeit aufnehmen. Ich sehe derzeit großen Handlungsbedarf, besonders im mentalen Bereich der Spieler.“

Zudem möchte Deutzmann mit dem Vorstand noch diese Woche die Frage des zukünftigen Trainers klären. Drei Kandidaten sind noch im Rennen: Holger Wortmann, Frank Zilles und Ex-Union-Stürmer Mentor Dzemaili. Letzterer war gestern auch im Ohligser Stadion und bestätigte die Gespräche. „Auf jeden Fall werden wir uns für einen Trainer entscheiden, der sofort für uns beratend und unterstützend tätig werden kann – und der auch in der Verbandsliga arbeitet“, so Deutzmann.

Planungssicherheit nicht gegeben

Maßnahmen und Entscheidungen sind jetzt auch dringend nötig. Nicht, weil dadurch der Klassenerhalt noch zu schaffen wäre, sondern damit alle Spieler endlich wissen, woran sie sind und auch der Verein endlich eine vernünftige Planung aufstellen kann – für die Verbandsliga. „Es sind noch 21 Punkte zu vergeben. So lange noch ein Fünkchen Hoffnung besteht, glaube ich an den Klassenerhalt“, gab dagegen Dresen den Optimisten. Was soll der Trainer auch anderes sagen, der gestern mit ansehen musste, wie Essen in einem insgesamt schwachen Spiel mit Minimalaufwand gegen die Union zu drei Punkten kam. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat das Maximale gegeben, was für sie möglich war. Nur wenn in den entscheidenden Momenten die Konzentration fehlt, dann steht am Ende eben eine Niederlage.“ Und für diese brauchte Essen in 90 Minuten nur zwei gute Aktionen von Sascha Wolf (47./ 86.).

Chancenlos war die Union allerdings nicht, doch vergaben die Solinger wieder einmal auch die besten Chancen: Adnan Gashi (37.), Erkan Ari (40.), Richard Osei (50.) und Daniel Esselborn (76.) schafften es jedoch nicht, Torhüter Marcel John ein nach-österliches Ei ins Netz zu legen.

Cleverer agierten da die Gäste, die zwei individuelle Fehler in der neu formierten Viererkette der Union gnadenlos bestraften. Gleich zwei neue Innenverteidiger musste Dresen nämlich gestern aufbieten, da neben Sven Köppen (Hand-Operation) auch Julius Steegmann aufgrund einer Bänderdehnung im Fuß passen musste.

(RP)