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Basketball: Vorgeschmack auf kommende Heldentaten

Basketball : Vorgeschmack auf kommende Heldentaten

Der Neue mit der Nummer Vier fällt sofort auf. Über ihn laufen die Angriffe der TSG Solingen. Was er ansagt, ist Gesetz. Ron Houston ist der Führungsspieler, den sich der verletzte Spielertrainer Ken Pfüller für seine Mannschaft gewünscht hat. Wer allerdings gehofft hatte, der US-Import würde die TG Stürzelberg im Alleingang auseinandernehmen, würde enttäuscht. Der Tabellenachte kaufte den Solingern im Oberliga-Duell den Schneid ab.

Trotzdem hinterließ Ron Houston einen starken Eindruck und einen Vorgeschmack auf anstehende Heldentaten. Der Amerikaner traf sowohl beim Zug zum Korb als auch von der Drei-Punkte-Linie — frei oder in Bedrängnis. Er hat das Potenzial, eine Begegnung zu entscheiden. Gegen die TG Stürzelberg hat es nicht funktioniert, weil die Abstimmung mit seinen Mitspielern noch fehlte. Wenn Houston den Ball abgab, ging er in der Folge das eine oder andere Mal zu viel verloren. Die Laufwege stimmten noch nicht immer, was für die gute Abwehr der Dormagener ein gefundenes Fressen war.

So waren es weniger die teilweise gut von Houston eingeleiteten Angriffe, die in Erinnerung bleiben, als die Einzelaktionen des Neuzugangs. Als Houston mit einem spektakulären Dreier zum 60:69 traf und den Rückstand damit zum ersten Mal seit dem ersten Viertel einstellig gestaltete, schien die Partie in Richtung der TSG Solingen kippen zu können. Bei der Chance zum 63:69 scheiterte er aber am Ring, was die Stürzelberger unmittelbar bestraften. Es folgten ein schlechter Pass, ein verpatzter Einwurf und zahlreiche weitere Fehler der gesamten Mannschaft.

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"Aber das ist verzeihbar", meint Ken Pfüller. "Maik Walosch zum Beispiel ist erst seit kurzem wieder im Training. Da sind ein paar Ballverluste zu entschuldigen." Für den Spielertrainer ist die generelle Tendenz entscheidend. "Wir haben jetzt die richtige Truppe zusammen. Die Trainingsbeteiligung stimmt. Und alle sind darauf bedacht, den Klassenerhalt zu schaffen." Unter das Kapitel Mattheus Kondraciewicz musste Ken Pfüller jedoch einen Schlussstrich ziehen. "Es ist absolut unverständlich für mich — aber er hat einfach kein Interesse mehr gezeigt oder sich gar beteiligt." In der Hinrunde hatte Kondraciewicz der Mannschaft gut getan. Er war immer besser in Form gekommen und war für zahlreiche Punkte gut. Ein unrühmliches Ende.

(trd)