Volleyball: Volleys greifen zu Plan B

Volleyball : Volleys greifen zu Plan B

Die TSG Solingen peilt gegen die DJK Delbrück ihren ersten Heimsieg in der 2. Volleyball-Bundesliga an. Allerdings muss Trainer Helmut Weissenbach neben Motivator Julius Brink noch auf drei weitere Stammkräfte verzichten.

Zweites Heimspiel, erster Sieg ? Das ist die Frage, die sich die TSG Solingen Volleys vor der Partie gegen die DJK Delbrück stellen. Zwar hat Trainer Helmut Weissenbach seit 2003 sowohl mit der TSG Solingen als auch mit Bayer Leverkusen neun Siege in Folge gegen die Ostwestfalen eingefahren, aber der Rhythmus seines eigenen Teams gefällt ihm noch nicht. Zudem fehlen mit Oliver Staab, Martin Wessel und Florian Hannich verletzungs- oder krankheitsbedingt drei Stammkräfte. Außenangreifer Julius Brink spielt in Marokko das World Cup-Finale der Beachvolleyballer, das für ihn Priorität hat. "Wir sind keine Profis und müssen mit dieser Situation zurechtkommen. Wir haben aber auch so einen gut besetzten Kader", urteilt Weissenbach. "Wenn wir noch einen Spieler verpflichten können und Julius wieder dabei ist, sind das die Sahnehäubchen oben drauf."

Und so hat Trainer Helmut Weissenbach auch einen Plan B. Thomas Güßgen, der immer besser in Form kommt, hat die Rolle des Diagonalspielers schon in Wuppertal in der Ersten Liga häufiger ausgefüllt. In einem Freundschaftsspiel gestern Abend gegen Rote Erde Schwelm hatte er darüber hinaus die Möglichkeit, sich auf dieser Position einzuspielen. Ab Anfang Oktober wird sich die personelle Situation entspannen. Spätestens dann wollen die Volleys ihr ganzes Potenzial entfalten.

Aber auch die DJK Delbrück ist nicht komplett und hat nach dem schweren Unfall ihres einzigen Zuspielers, Johannes Grodde, einen schweren Schock zu verkraften. "Das ist eine enorme Schwächung, zumal ihr Kader sehr dünn ist. Gerade in einer solchen Situation hält ein Team immer besonders zusammen." Deshalb erwartet Trainer Helmut Weissenbach einen großen Kampf. Favorit sind die TSG-Volleys trotzdem. Das Saisonziel der Gäste ist der Klassenerhalt, während sich die Solinger einen Platz unter den ersten fünf Teams erhoffen.

Erstes Ziel: in Solingen ankommen

"Zurzeit kann noch nicht alles rund laufen. Trotzdem müssen wir unseren Respekt ablegen, an uns glauben und in der Anfangsphase der Saison über Kampfgeist und Einsatz zum Erfolg kommen", gibt Trainer Helmut Weissenbach die Strategie vor. Ein Sieg gegen Delbrück sei Pflicht. "Wir arbeiten sehr fleißig. Wir wollen uns aber langsam entwickeln und haben keinen Druck, in diesem Jahr aufsteigen zu müssen." Erstes Ziel sei, in Solingen anzukommen und die Begeisterung für hochklassigen Volleyball zu entfachen. Dass das gelingen kann, zeigten die fast 500 Zuschauer beim ersten Heimspiel.

(hki)
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