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Fußball: VfB stürzt den Spitzenreiter

Fußball : VfB stürzt den Spitzenreiter

Im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga kam der VfB Solingen zu einem 1:0-Sieg über den Tabellenführer HSV Langenfeld. Lachender Dritter war der TSV Ronsdorf, der den HSV an der Spitze abgelöst hat.

Wer sich in der Spitzenbegegnung der Fußball-Bezirksliga zwischen dem HSV Langenfeld (1.) und dem VfB Solingen (3.) ein gutes Spiel erhofft hatte, der sah sich getäuscht. Denn 90 plus sechs Minuten Nachspielzeit war auf der Heinrich-Völkel-Sportanlage nur Kampf Trumpf. So spielte sich das Geschehen über weite Strecken der Partie ausschließlich im Mittelfeld ab, in dem beide Teams verbissen um jeden Meter Boden kämpften.

Nach gut zehn Minuten war der erste Angriffsschwung der Gastgeber verpufft, die Baverter standen hinten kompakt und sicher. Das erste Offensivzeichen setzten die Gäste allerdings erst in der 18. Minute durch einen Kopfball von Daniel Lammich, der aber eine leichte Beute für Langenfelds Keeper Thomas Betz war. Bereits in der 35. Minute musste das VfB-Trainer-Duo Denis Kampl/Frank Marks wechseln — für den angeschlagenen Seki Kampl kam Christian Poweleit.

Echte Torchancen gab es in der ersten Halbzeit in einer zerfahrenen Begegnung nur zwei — beide für die Gäste. In der 40. Minute hatte Florian Kaninski Betz bereits überwunden, doch konnte ein Langenfelder den Ball noch von der Linie kratzen. In der 44. Minute zwang Eral Bastas mit einem Schuss aus 18 Metern den HSV-Keeper zu einer Glanzparade.

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Führung durch Kaninski

Auch in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel nicht besser. Für Aufregung sorgte Kaninski in der 55. Minute, als er im Nachschuss und aus fast unmöglichen Winkel die Führung für den VfB erzielte. Allerdings reklamierten die Langenfelder vehement, dass der Solinger zuvor den Ball mit der Hand gespielt habe.

Der HSV wachte nun auf und drängte auf den Ausgleich, ohne jedoch zu klaren Möglichkeiten zu kommen. Die Hektik nahm zu, es häuften sich die Fouls. Am Ende hatte der Unparteiische zwölf Gelbe Karte gezückt, acht Mal gegen den VfB. Hinzu kam die völlig unnötige Gelb-Rote Karte für Christopher Nötza. Der war schon wegen Meckerns vorbelastet gewesen und musste nach einem Foul an der Mittellinie vorzeitig vom Platz (77.).

In Unterzahl stemmten sich die Gäste nun gegen die Angriffe der Langenfelder, die es meist ideenlos mit langen Bällen in den Strafraum versuchten. Doch die VfB-Abwehr stand sicher, kämpfte aufopferungsvoll. Und wenn doch einmal ein Ball durchkam, war er sichere Beute von Torhüter Viktor Kemnitz.

"Das war ein glücklicher Sieg für uns, denn der HSV war die klar bessere Mannschaft", freute sich Denis Kampl deshalb auch ganz besonders über die drei Punkte.

(RP)