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Fußball: Verunsicherte Junioren

Fußball : Verunsicherte Junioren

Alle drei Solinger Nachwuchsteams gingen in der Fußball-Niederrheinliga als Verlierer vom Platz. Die A-Junioren von Union Solingen waren nach dem Trainerwechsel von der Rolle. Die B-Jugend spielte erneut gut, aber erfolglos.

Baumberg — Union Solingen (B-Junioren) 2:1 (0:1). Erneut gab es für den Auftritt der Mannschaft von Trainer Albert Schreiber am Ende viel Lob — auch vom Gegner. Aber wieder mussten die B-Junioren von Union Solingen in der Fußball-Niederrheinliga den Platz als Verlierer verlassen — zum dritten Mal in Folge. "Chancen, den Sack nach unserer Führung frühzeitig zuzumachen, hatten wir", sagt Schreiber. Die wohl größte nach dem 1:0 durch Vincenzo Lorefice (38.) hatte Ahmet Keserci, der die Kugel nur an die Latte donnerte. "Mit unseren vergebenen Chancen haben wir Baumberg natürlich stark gemacht."

Hinzu kam, dass die Schreiber-Elf in der Schlussphase unnötig die Abwehr öffnete und so die Sportfreunde zum Tore schießen aufforderte. Mit Folgen, denn die Monheimer konnten durch einen Doppelschlag (65./72.) die Partie tatsächlich noch drehen. "In der kommenden Woche will ich ein sauschlechtes Spiel meiner Jungs sehen, dafür endlich aber einen Sieg", nahm es Schreiber am Ende mit ein wenig Galgenhumor.

Knapper als das Ergebnis aussieht

Union Solingen — Fortuna Düsseldorf U 18 (A-Junioren) 0:6 (0:1). Grund zum Jubeln gab es ausschließlich für die U18-Junioren von Fortuna Düsseldorf in der A-Junioren-Niederrheinliga. Der jüngere Jahrgang des A-Bundesligisten kam am Brabant zu einem deutlichen 6:0-Erfolg. Fortuna-Trainer Christian Lasch war aber weit von jeglicher Euphorie entfernt: "Am Ende sind die Solinger eingebrochen, das Spiel war jedoch eigentlich ausgeglichener, als es das Ergebnis aussagt".

Deutlich wurde, dass der Trainerwechsel unter der Woche die Mannschaft stark verunsichert hat. Das musste auch Nicolay Iliev erkennen, der das Amt erst am Donnerstag von seinem kurzfristig entlassenen Vorgänger Achim Nohlen übernommen hatte. "Nach zwei Trainingseinheiten kenne ich die Mannschaft natürlich noch nicht gut genug, um etwas entscheidend ändern zu können. Aber gegen die Fortuna haben wir keinen Fußball gespielt, sondern immer nur die Bälle nach vorne geschlagen", erklärte der neue Coach. Zudem haben viele Ballverluste der Fortuna das Tore schießen leicht gemacht. "Die Niederlage zum Auftakt tut weh. Aber jetzt weiß ich, wo ich anpacken muss", gab sich Iliev kämpferisch.

(RP)