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Kommentar: Unruhe kommt von ganz alleine

Kommentar : Unruhe kommt von ganz alleine

Dass BHC-Geschäftsführer Jörg Föste Unruhe vermeiden will, ehrt ihn. Dem großen Ziel "baldiger Klassenerhalt" wird alles untergeordnet. Das ist so weit so gut. Allerdings wird ihm das nicht mit dem Aussitzen der T-Frage, der Frage, wer nächste Saison im Tor des BHC steht, gelingen. Denn solange die Antwort darauf aussteht, gibt es Unruhe, ob Föste das will oder nicht. Zum einen ist da der Markt, der immer wieder neue Kandidaten für die wichtige Position beim BHC ausspucken und dem existierenden Duo neue Arbeitgeber andichten wird, zum anderen sind da die Fans, die sich eine Antwort wünschen.

Das Gros der Anhängerschaft hofft auf einen Verbleib von Mario Huhnstock, doch das Angebot, dass er vorgelegt bekam, sagt ihm nicht zu. Auch für Björgvin Gustavsson scheint sich der BHC nicht weiter finanziell aus dem Fenster lehnen zu wollen. Und so zeichnet sich ab, dass beide nicht im Bergischen bleiben werden, was wiederum die Berater anderer Torhüter freuen dürfte: Denn die können so die Preise ihrer Klienten in Verhandlungen mit dem BHC anheben. Schließlich steht bislang in Christopher Rudeck nur ein Talent sicher nächste Saison im Tor der Bergischen - für eine neue Nummer Eins wird Föste tiefer in die Tasche greifen müssen, wenn klar ist, dass das existierende Duo geht.

Im Wartestand Nummer eins: Björgvin Gustavsson. Foto: imago sportfotodienst

Das alles zeigt: Die Unruhe, die Föste vermeiden will, ist längst da. Und nur die Antwort in der T-Frage kann sie vertreiben. Dass der Geschäftsführer abwägen muss, ist klar - er sollte es aber nicht bis zum letzten Spieltag tun.

(ame)