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Eishockey: Ungewohnte Bewegungen

Eishockey : Ungewohnte Bewegungen

Was soll denn der Stuhl auf dem Eis? Das fragte sich mancher Zuschauer zu Beginn der Neuauflage des Benefizspiels der Eishockey-Frauen des EC Bergisch Land und den Solingen Alligators an der Birker Straße. In der ersten Drittelpause kam die Antwort: Der ehemalige Walder Bezirksvorsteher Hans-Werner Gabriel wurde auf diesem Stuhl von Referee Tim Neuber in die Mitte des Spielfeldes geleitet. Hier machte er auf besondere Weise Werbung für die Jugendbücherei der Friedrich-Albert-Lange-Schule. Gabriel las eine weihnachtliche Geschichte vor. Mit großem Erfolg, denn am Ende kamen durch Spenden 458,45 Euro für die Jugendbücherei zusammen.

Das Spiel hatte noch gar nichtig angefangen, als der erste Torjubel aufbrandete. Allerdings nicht von den Raptösen, sondern die Alligatoren hatten auf dem eisigen Untergrund das erzielt, was sie in ihrem Sport gar nicht kennen: ein Tor. Das allerdings war per Weitschuss fast von der Mittellinie von Baseball-Nationalspieler Dominik Wulf erzielt worden. Überhaupt gab es bei der Neu-Auflage des Benefiz-Duells ein paar Überraschungen für die Damen, hatten die Baseballer doch bemerkenswert gut trainiert. Um allerdings jeglicher Verletzungsgefahr aus dem Wege zu gehen, ließen es die Solingerinnen auf dem Eis etwas ruhiger angehen. Nur so ließen sich aus Thomas Spelters (Teammanager) Sicht die vielen Fehlversuche und Pfostentreffer seiner Damen erklären.

Nur so? Nicht ganz, denn neben der Zielstrebigkeit und Cleverness der Alligators auf dem Eis beeindruckte besonders die Stärke der Alligators-Torhüter. „Können die denn nicht einfach mal auf die rechte Hand des Torwarts schießen? Mit links fangen kann der doch im Schlaf, aber mit rechts kann er gar nichts“, ärgerte sich Spelter an der Bande. Tatsächlich hatten beide Alligators-Keeper, Manager Peter Krüger und Jugendwart Stephan Bernards, einen echten Sahnetag erwischt.

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9:8 für die Alligators

Neben den Fernschüssen, von denen auch Routinier und Spielertrainer Uli Römer einen versenkte, wurden die Raptösen-Torhüterinnen noch von Kai Gronauer, Alex Krachevskij, Dieter Dahmen und André Aichele bezwungen – insgesamt also neunmal. Aichele, der in der Vergangenheit auch in Solingen Eishockey gespielt hat, läuft heute normalerweise in Ratingen bei den Jung-Aliens auf.

Doch auch die Raptösen blieben nichts schuldig – außer am Ende vielleicht den Ausgleich, der zum reizvollen Penaltyschießen geführt hätte. Torjägerin Annika Silz (4), Stefanie Schwalfenberg, Sabrin Paar und Sandra Gallitu (2) sorgten vor 200 begeisterten Zuschauern in der Eishalle Birker Straße für die acht Treffer der Raptösen.

(RP)