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Basketball: Trainer zögert mit Zusage

Basketball : Trainer zögert mit Zusage

Drei Ballsportarten waren im Etat der TSG Solingen nicht mehr zu finanzieren. Der Aufstieg der Basketballer in die 2.Regionalliga und die professionelle Strukturen bei den Volleyballern bedeuteten für die Handballer das Aus.

Drei Ballsportarten waren im Etat der TSG Solingen nicht mehr zu finanzieren. Der Aufstieg der Basketballer in die 2.Regionalliga und die professionelle Strukturen bei den Volleyballern bedeuteten für die Handballer das Aus.

Die große Chance, den Basketball in Solingen als erfolgreiche Ballsportart zu etablieren, war vor einigen Jahren vermasselt worden. Der rasante Aufstieg endete ähnlich rasant in einem finanziellen Desaster und dem damit verbundenem Neuanfang im Mittelmaß. Nun hat die BG Solingen als Vize-Meister der Oberliga wieder einen riesigen Schritt nach vorne gemacht.

"Mit dem Aufstieg in die 2. Regionalliga hat der Basketball wieder einen hohen Stellenwert in Solingen bekommen", sagt Tim Kurzbach, der erst vor kurzem den Vorsitz der BG Solingen übernommen hat. "Diese Chance wollen wir uns nicht durch die Lappen gehen lassen." Und deswegen solle alles dafür getan werden, die Rahmenbedingungen für die neue Liga zu schaffen.

"Wir streben ein professionelles Niveau an — ohne uns allerdings dabei zu verausgaben", erklärt der BG-Vorsitzende. Die Unterstützung der TSG Solingen, neben der BSC/DJK einer der beiden an der Spielgemeinschaft beteiligten Vereine, ist den Basketballern nach dem angekündigten Rückzug der Handball-Mannschaft aus der Verbandsliga sicher. Was jedoch nicht bedeutet, dass den Korbjägern nun mehr Geld zur Verfügung steht. "Um all unsere Vorhaben zu realisieren, sind wir auf Sponsoren angewiesen", betont Tim Kurzbach.

Eines dieser Vorhaben ist, eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen. "So, wie das Team in der vergangenen Saison aufgestellt war, wird es in der 2. Regionalliga voraussichtlich keine Chance haben." (Noch-) Trainer Joachim Wein hätte kein Problem damit, eventuell gleich wieder abzusteigen. "Doch wenn von Beginn an fast keine Aussicht auf Erfolg besteht, würde mich das von einem weiteren Engagement in Solingen abhalten."

In einem langen Gespräch mit der BG-Führung hat Joachim Wein am Dienstagabend seine Ansichten dargestellt und ist dabei auf Zustimmung gestoßen. Auch Tim Kurzbach sieht keinen Sinn darin, mit einer Mannschaft anzutreten, die sich nur als Kanonenfutter entpuppen würde. Trotzdem hat der Coach seinen Vertrag noch nicht verlängern wollen.

"Es hängt davon ab, wie die Gespräche mit den Spielern verlaufen, die ich mir gut in unserem Team vorstellen könnte." Bei der Verpflichtung von Neuzugängen zählt Joachim Wein auf die Unterstützung des Vorstandes.

Ungeklärt ist auch noch die Hallensituation. Die BG Solingen möchte in der 2. Regionalliga dort ihre Heimspiele austragen, wo sie auch größtenteils trainiert — egal ab das nun die Sporthalle Wittkuller Straße oder Kannenhof sein wird. "Mit der installierten 24 Sekunden-Uhr und der größeren Tribüne bietet die Wittkulle natürlich ideale Voraussetzungen", sagt Tim Kurzbach, in dem Wissen, dass auch die Fechter des Wald-Merscheider TV hier ihr zu Hause haben. "Es gibt noch einiges zu tun."

(RP)