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Fußball: Toll gespielt – knapp verloren

Fußball : Toll gespielt – knapp verloren

Die Fußballerinnen von Eintracht Solingen unterlagen dem klassenhöheren FSC Mönchengladbach im Pokal-Viertelfinale zwar mit 0:1, zeigten dabei aber ausgereifte Fähigkeiten am Ball sowie 1a-Spielzüge.

Hohen Besuch hatten die Fußballerinnen des SV Eintracht Solingen gestern an der Zietenstraße – und sie haben ihre Gäste vom Regionalligisten FSC Mönchengladbach in der Viertelfinalpartie des Niederrheinpokals schwer beeindruckt. Obwohl die Solingerinnen mit 0:1 knapp und unglücklich unterlagen, dürfen sie außerordentlich stolz auf ihre Leistung sein. Was sie gestern in der ersten Halbzeit zelebriert haben, war hohe Fußballkunst. Es fehlte lediglich ein Treffer.

Den FSC hat DFB-Präsident Theo Zwanziger einmal als „Talentschmiede im deutschen Fußball“ beschrieben. Nicht zuletzt, weil die Gladbacher mehrere Nationalspielerinnen hervor gebracht haben. Eine davon, Cansu Yag, war gestern mit von der Partie, hatte angesichts der prickelnden Gegenwehr aber kaum gute Szenen und schob daher merklich Frust. Nachdem sie wegen einer Schwalbe Gelb gesehen hatte, ließ sie ein paar böse Worte in Richtung Schiedsrichter über ihre Lippen kommen und wurde dafür des Feldes verwiesen. Das war Mitte der zweiten Halbzeit, zu diesem Zeitpunkt lag der FSC bereits mit 1:0 vorn. Christel Behr hatte nach 55 Minuten getroffen – ihr Tor darf durchaus als Geschenk seitens der Solingerinnen bezeichnet werden. Um so ärgerlicher ist es, dass die Gastgeberinnen eben wegen jenes Präsentes dieses Pokalspiel verloren haben.

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  • Trainer Dirk Wistuba.⇥Foto: SG
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Nesthäkchen Korm brillierte

Denn was das Team von Trainer Uli Jaeger insbesondere in der ersten Halbzeit zeigte, sicherlich auch herausgefordert von der Spielstärke des Gegners, war in allen Belangen richtig guter Fußball. Angefangen von der Ballbehandlung über den Einsatz in Zweikämpfen bis hin zu den Spielzügen. Der gemeine Fußballfan muss sich in Solingen viele Spiele ansehen, ehe er derartige durchdachte Kombinationen wie beispielsweise zwischen Jessica Kroll und die für die sehr frühzeitig am Knie verletzte Sonja Bick eingewechselte Jessica Lauer präsentiert bekommt. Diese Kombi auf der rechten Seite kurz vor der Pause endete mit einer Großchance für Andrea Rohrbach-Kerl, die den Ball aber neben das Tor zirkelte. „Das sind zwei Klassen zu hoch für dich“, schimpfte der stetig engagiert Anweisungen gebende Gladbacher Trainer Wolfgang Wassenberg bisweilen mit einer seiner Spielerinnen. Wohlwissend, dass sein Team doch eigentlich der Regionalligist gewesen ist und die Solingerinnen derzeit in der Verbandsliga nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Eine sehr konzentrierte Leistung vollbrachte die Torhüterin der Eintracht. Verena Korm diente ihren Teamkolleginnen ständig als sicherer Rückhalt und zeigte viele gute Paraden. Nur das 0:1 konnte das erst 17-jährige Nesthäkchen des Teams nicht verhindern, weil die Verteidigung da im Kollektiv zu nachlässig gewesen war.

(RP)