Tennis: Thomson / Kretschmer sorgen für einen Punkt – ohne zu spielen

Tennis : Thomson / Kretschmer sorgen für einen Punkt – ohne zu spielen

Blau-Weiss Neuss – Solinger TC 4:2. Nur weil sich Clinton Thomson und Gero Kretschmer zusammen eingespielt hatten, bekam der Solinger TC in der Tennis-Niederrheinliga einen Punkt. Wie das geht? Der TC Blau-Weiss Neuss hatte beobachtet, wie Thomson seinen Kumpel Kretschmer aufgewärmt hatte. Daraus zogen die Verantwortlichen den Schluss, die beiden Tennisspieler des Solinger TC würden gemeinsam im Doppel antreten. Ein Trugschluss, denn sowohl Thomson als auch Kretschmar waren beide verletzt und eine Partie unter Wettkampfbedingungen nicht möglich.

„Mehr Punkte hätten wir nicht holen können“, zeigte sich Karsten Saniter mit dem einen Zähler sehr zufrieden. Denn der Trainer hatte neben den beiden bereits genannten Akteuren auch auf Sascha Klör und Lars Uebel verzichten müssen. „Damit nicht alle anderen nach vorne aufrücken mussten, habe ich Gero an eins aufgestellt und das Spiel kampflos abgegeben“, erklärt Saniter. Dennoch hatte Michael Heußen im zweiten Einzel gegen Marius Meiszies keine Chance – 6:1 und 6:2 siegte der Neusser Spieler. „Das war verdient, denn Michael hatte keine Chance“, blickt der Trainer zurück.

Mathias Huning hingegen überraschte wieder einmal und spielte gegen Roy Pöschel ein richtig gutes Match (6:2, 6:4). Perfekte Aufschläge und frühe Breaks in beiden Sätzen ließen seinen Gegner verzweifeln. Nur ein knappes Aufschlagspiel sah der STC-Coach von seinem Schützling: beim Stand von 5:4 im zweiten Satz.

Von Pückler: Guter Einstand

Ein wenig Pech hatte Constantin von Pückler bei seinem ersten Einsatz für die erste Mannschaft. Der 18-Jährige unterlag Fabian Becker mit 3:6 und 2:6, hatte aber durchaus Chancen auf wenigstens einen Satzgewinn. „Die knappen Spiele hat er fast alle verloren“, sagt Saniter, der trotzdem zufrieden und positiv überrascht von dem jungen Talent gewesen ist.

Nach den Einzeln stand es somit 3:1 für die Gastgeber, die anschließend Angst um ihren zweiten Punkt hatten. Denn bei einem 4:2 bekommt der Sieger zwei Punkte, der Verlierer einen. Ein Unentschieden hätte eine Punkteteilung von 1:1 bedeutet. Um diesem zu entgehen, wurde gefragt, ob die Doppel aufgeteilt werden könnten. Dieser Vorschlag kam Karsten Saniter natürlich sehr entgegen, denn ob der STC eine Partie gewonnen hätte, war natürlich auch noch fraglich.

In den kommenden Spielen sollen weiter die zum Klassenerhalt nötigen Punkte geholt werden.

(RP)
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