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Volleyball: Talentförderung im Sand

Volleyball : Talentförderung im Sand

Gestern startete im Ittertal die SWS-BeachAcademy, eine Kooperation der TSG Volley mit den Stadtwerken und dem Sport- und Kulturzentrum. Mit einem neuen Sportkonzept möchten die Veranstalter talentierte Kinder und Jugendliche für den Beachvolleyball begeistern.

Auf der Beachvolleyball-Anlage im Ittertal erfolgte gestern der offizielle Startschuss zur neuen SWS-BeachAcademy. In Kooperation mit den Stadtwerken und der Ittertal gGmbH möchten die TSG Volleys ab sofort talentierten Kindern und Jugendlichen bereits früh eine fundierte Ausbildung und Förderung im Bereich Beachvolleyball ermöglichen. Finanziell abgesichert wird die neue Academy von den Stadtwerken. "Wir waren von dem uns vorgelegten Konzept sehr angetan.Hier wird etwas Neues aufgebaut und wir sind stolz darauf, dass wir die Anschubfinanzierung geben dürfen", erklärte Kerstin Griese, Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing. Über drei Jahre läuft der Vertrag zwischen der TSG und den Stadtwerken. "Wir wollen der Academy finanzielle Sicherheit geben", erklärt Griese.

Möglichst früh möchten die TSG Volleys Kinder an den Sport heranführen. "Wir wollen mit der Früh-Förderung bereits bei Kindern im Alter zwischen acht und elf Jahren beginnen", erzählt Helmut Weissenbach, der Sportliche Leiter der TSG Volleys. Das ansonsten übliche Einstiegsalter liegt bei zwölf Jahren. "Ich habe mit dem Beachvolleyball sogar erst mit 14 Jahren angefangen", so TSG-Lizenzspieler Stefan Windscheif.

Insgesamt bietet die SWS-BeachAcademy vier Fördergruppen an: die Einstiegsklasse (Beachvolley-Kids) mit Vielseitigkeitstraining für Mädchen und Jungen ab acht Jahren. Die nächste Stufe ist die Fördergruppe U 15 mit einem Grundtechniktraining für die Altersklasse zwölf bis 14 Jahre (Beachvolley-Teens). Die Fördergruppen U 18 mit Leistungstraining für weibliche und männliche Jugendliche (Beachvolley-Juniors) richten sich an die Altersklasse 15 bis 17 Jahre.

Basis für die Teilnahme an der SWS-BeachAcademy ist die Mitgliedschaft bei den TSG-Volleyballern. "Unser Konzept sieht aber auch vor, bestehende sowie neue Kooperationen zu Schulen und Grundschulen zu pflegen, beziehungsweise aufzubauen und auszuweiten", erklärt Frank Henkel, Team-Manager der TSG Volleys. "Wir möchten die Kinder für diese tolle Sportart begeistern und sehen hier über die Schulkooperationen eine gute Möglichkeit."

Lizenzspieler als Trainer

Einen zusätzlichen Anreiz für die Teilnahme an der SWS-BeachAcademy nennt Weissenbach: "Unter unseren Lizenzspielern gibt es viele Beachspezialisten. Julius Brink und Stefan Windscheif gehören dabei natürlich zu den bekanntesten. Alle Jungs stehen voll hinter dem neuen Konzept und unterstützen dieses teilweise sogar in der Funktion als Trainer." Weissenbach nennt im Hinblick auf den jetzigen Start der BeachAcademy das Jahr 2020: "Jetzt haben wir Brink und Windscheif, aber was ist 2020?" Deshalb wäre es wichtig, eine nachhaltige Förderung des Beachvolleyball-Nachwuchses anzubieten. "Wir wollen mit der Academy Nachwuchs generieren", bringt es Henkel auf den Punkt. Ausgelegt ist die BeachAcademie als Ganzjahresprojekt. "Im Winter werden wir in Beach-Hallen umziehen. Zwar hat Solingen noch keine Halle, aber Düsseldorf", so Henkel.

Auch Bernd Reinzhagen, Geschäftsführer der Ittertal gGmbH, ist Feuer und Flamme für das neue Projekt: "Wir sorgen für das gesamte Drumherum — und für gutes Wetter." Vier Plätze gibt es im Ittertal. "Möglich sind aber neun, wenn wir auf die Eisbahn Sand schütten. Dann können wir hier im Ittertal sogar große Turniere ausrichten", so Reinzhagen. Sportdirektor Helmut Weissenbach denkt bereits einen Schritt weiter: "Vielleicht gelingt es uns ja den Verband zu überzeugen, dass Solingen die geeigneten Möglichkeiten für den Landesstützpunkt bietet."

(RP/ac)